Dendroctonus micans

Dendroctonus micans (Kugel.)

Riesenbastkäfer

( Coleoptera , Scolytidae )

© W. Heitland



Der Riesenbastkäfer ist besonders durch die Einbohrlöcher mit großem Harztricher und dem Gemeinschaftsfraß der Larven gekennzeichnet.


Verbreitung

Nord-, Mittel-, und Osteuropa.


Wirtspflanzen

Picea spp., seltener auf Abies alba, Larix decidua, Pinus sylvestris, Pinus montana.


Merkmale

Dendroctonus micans

Imagines 5.5-9.0 mm lang, schwarzbraun bis schwarz, glänzend, Körper stark gewöbt, fein gelblich behaart.


Biologie

Entwicklung

Generationen einfach, unter kühleren Bedingungen auch mehrjährig. Keine ausgeprägten Schwärmzeiten, Flug Ende IV - Anfang IX. Überwinterung in allen Stadien möglich.

Schadbild

Einbohrloch: Oft mit Bohrmehl vermischtem großen Harztrichter.

Reifungsfraß, Regnerationsfraß: Jungkäfer fressen netzartig verbundene Gänge in das Rindengewebe.

Muttergang: Bogig oder längsgerichtet, bis 15 cm lang.

Gregäre Frassweise der Larven von Dendroctonus micans

Larvengänge: Larven fressen gregär in einem Familienplatzgang. Kot und Bohrmehl wird von ihnen zu Bohrmehlplatten zusammengepreßt.

Puppenwiegen werden in der Bohrmehlplatte angefertigt.


Bedeutung

Schadbild, verursacht durch Dendroctonus micans

Schadbild, verursacht durch Dendroctonus micans

Der Riesenbastkäfer ist ein typischer Sekundärschädling. Er brütet im Bereich des Wurzelansatzes bis etwa 8 m am Stamm. Bei Massenentwicklung geht er dann aber auch auf gesunde Bäume über. Befallen werden bevorzugt Bäume im Alter von 40-80 Jahren. Der Befall wird durch eine nicht standortsgerechte Fichtenanpflanzung gefördert.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 10.05.03