Ausbrüche von Maikäfern


Am Kaiserstuhl bei Freiburg a.d. Breisgau haben sich die Maikäfer zur schlimmsten Plage seit 30 Jahren vermehrt. Sie fügen im Moment dem Obst-, Wein-, und Gemüsebau, sowie den Erdbeerkulturen schweren Schaden zu. Die 'Schmerzgrenze' liegt bei 2 Larven pro qm, hier jedoch sind 60-80 Larven pro qm nicht selten. Kalamitäten des Maikäfers scheinen am Kaiserstuhl in 30-jährigen Zyklen abzulaufen.
Trotz heftigen Widerstandes von Seiten der Umweltschützer wurde eine Sondererlaubnis zur Bekämpfung mit dem chemischen Mittel Rubitox erteilt. Diese chemische Keule schädigt auch Nützlinge und erreicht nur Mortalitätsraten von 90% bei den Engerlingen.
Zur Bekämpfung von Maikäfer-Ausbrüchen werden sonst auch spezielle Pilzsporen oder das Neem-Extrakt Azal eingesetzt.

Literatur: SZ 96/97 26/27: S.12; Kovac, D. (1998): Exponat des Monats: Der Maikäfer. Natur und Museum, 128 (5): 156-158.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 23.07.01