Meligethes aeneus

Rapsglanzkäfer

( Coleoptera , Nitidulidae )


Der Rapsglanzkäfer ist ein wichtiger Schädling an Raps. Die Imagines bohren noch nicht geöffnete Blüten der Wirtspflanze an, um so an den Pollen zu gelangen. Dabei werden auch Eier in den Blütenboden abgelegt. Bei dieser Tätigkeit werden meist Blütenteile, vor allem der Fruchtknoten, beschädigt.


Merkmale

Imagines

Käfer 2-3 mm lang, Körper länglich oval, schwarz glänzend, Pronotum und Elytren grün, Beine schwarz, Vordertibien manchmal rotbraun. Das Pygidium wird nicht von den Elytren bedeckt.

Eier

0.7-0.8 mm lang, weiß, oval.

Larven

Larven gelblich-weiß mit brauner Kopfkapsel und braunem Pronotum. 3 Larvenstadien, die Altlarven erreichen eine Länge von etwa 4 mm. Larven mit 3 Thorakalbeinen, an den Abdominalsegmenten seitlich je eine Borsten, am letzten Segment seitlich 2 Borsten.

Puppe

Gelblich-weiß, etwa 2 mm lang.


Biologie

Entwicklung

Rapsglanzkäfer überwintern als Imago im Boden und erscheinen im Frühjahr zur Zeit der Rapsblüte, bei einer Lufttemperatur von ab 9°C. Die Art ist nicht streng monophag, sondern befällt auch andere Kreuzblütler und Korbblütler.

Das Weibchen legt 1 oder mehrere Eier in die Blütenknospen. Ein Weibchen kann bis zu 400 Eier ablegen. Die Larven können von einer zur anderen Blüte wechseln. Die Altlarven begeben sich zum Ende der Blütezeit in den Boden, um sich dort zu verpuppen. Schon bald darauf erscheinen die Jungkäfer, um sich zum Herbst hin (im August) in ihre Überwinterungsquartiere zu begeben (lockere Bodenschichten in 2-5 cm Tiefe).

Die Gesamtentwicklung erstreckt sich über 40-50 Tage.



Bedeutung

Achtung: An Rapsblüten fressen eine Reihe weitere Nitiduliden-Arten. Da sie aber später angreifen, werden sie als weniger schädlich angesehen.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 24.08.01