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Lymexylon navale L. Schiffswerftkäfer - Timber beetle, Ship-timber beetle ( Coleoptera , Lymexylonidae ) |
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© Lehrstuhl f. Ang. Zoologie, TUM |
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Verbreitung |
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Über ganz Europa verbreitet. |
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Wirtspflanzen |
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Eichen (Quercus) |
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Merkmale |
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Imagines |
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Größe 7-13 mm, Kopf schwarz, Halsschild rotgelb, Elytren der Männchen schwarz, die der Weibchen oft nur an den Elytrenspitzen. Männchen: 3. Glied des Maxillartasters mit geweihartigen Fortsätzen. |
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Larven |
Schlank, weichhäutig, weißlich, im ausgewachsenen Zustand 7-13 mm. Prothorax charakteristisch kapuzenartig vergrößert. Letzte Hinterleibssegment blasig aufgetrieben und nicht zugespitzt (Unterschied zu Hylecoetus dermestoides). |
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Biologie |
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Generationen |
Die Generationsdauer ist noch nicht genau geklärt, dürfte aber 1 bis 2-jährig sein. |
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Imagines |
Flugzeit Ende Mai bis Juli. Flug besonders Nachmittags in der Hitze. |
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Eier |
Eiablage in Gruppen von 5-15 Stück in Risse von Stämmen oder in Einbohrlöcher andere Insekten. |
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Larven |
Die Gänge sind zunächst haarfein (weswegen der Käfer oft auch als Haarwurm bezeichnet wird), werden dann zunehmend breiter. Sie verlaufen horizontal, streckenweise schnurgerade in radialer Richtung zur Stamm-Mitte, und sind dicht mit Bohrmehl angefüllt. Schließlich biegen sie um und führen parallel verlaufend zum Eibohrloch zurück. Teilweise können sekundäre Ernährungsgänge senkrecht zu den Hauptgängen angelegt werden. Das Bohrmehl wird mit dem blasigen Hinterende festgepreßt und nicht ausgeworfen. Der Schiffswerftkäfer ist im Gegensatz zu Hylecoetus dermestoides kein Pilzzüchter! Die Gänge können eine Länge von maximal 2 m erreichen. |
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Puppen |
Zum Ende der Larvalentwicklung biegt die Larve um und frißt sich Richtung Einbohrloch vor, wo die Verpuppung erfolgt. |
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Forstliche Bedeutung |
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I.d.R. befällt der Schiffswerftkäfer Stöcke und liegende Stämme, kann aber auch geschwächte Bäume befallen. Er gilt als bedeutender Eichenschädling, da die Gänge bis zum Kern reichen können. |
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Schaden |
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Oft fällt der Befall erst dann auf, wenn die Ausfluglöcher (Ø 1.5-2.5 mm) gebildet worden sind. |
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Schutzmaßnahmen |
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An befallenem Holz braucht keine Bekämpfung mehr durchgeführt werden, da dieses trockene Holz nicht mehr neu besiedelt wird. Im Wald empfiehlt sich als Vorbeugung die sofortige Abfuhr gefällter Eichenstämme. Entrinden allein bietet keinen vollständigen Schutz gegen den Schiffswerftkäfer, so daß bei Lagerung im Wald zur Hauptflugzeit u.U. ein Bespritzen der Stämme mit einem chemischen Mittel erwägt werden muß. |
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