Fam. Gyrindae

Taumelkäfer - Whirligig Beetles

[ Coleoptera ]


Die Taumelkäfer sind weltweit mit etwa 800 Arten vertreten, etwa ein Dutzend Arten sind in Mitteleuropa in stehenden und fließenden Gewässern anzutreffen.


Taumelkäfer sind in besonderer Weise an das Wasserleben (vor allem an das Leben an der Wasseroberfläche) angepaßt: Ihre Augen sind zweigeteilt. Schwimmen sie auf der Wasseroberfläche, so befindet sich die untere Augenhälfte im Wasser, die obere Augenhälfte im Luftraum.

Das 1. Beinpaar ist lang ausgebildet und dient dem Beutefang. Die Hinterbeine sind abgeflacht (Schwimmbeine). Männchen besitzen an den Vorderbeinen zusätzlich noch Saugnäpfe.

Es sind ausgezeichnete Schwimmer. An der Wasseroberfläche bewegen sie sich schnell in komplizierten Kurven fort. Diese 'taumelnde' Fortbewegung hat ihnen auch ihren deutschen Namen eingebracht. Die Fortbewegung erfolgt mit Hilfe der verbreiterten Hinterbeine, die bis zu 60 Mal in der Sekunde schlagen können. Bei Gefahr tauchen sie ab. Dabei kann ein Sekret aus dem Hinterleib verspritzt werden, welches das Wasser milchig trübt.

Sowohl Larven als auch Käfer ernähren sich räuberisch.

Nach der Paarung kleben die Weibchen ihre Eier in Reihen an Wasserpflanzen an. Die länglichen Larven besitzen an den Körpersegmenten Trachenkiemen und müssen deshalb nicht auftauchen, um an der Wasseroberfläche ihren Sauerstoffbedarf zu decken. Zur Verpuppung erzeugen sie am Ufer eine Lehmkammer. Die Käfer überwintern im Wasser oder in Moos.



Taumelkäfer stehen auf der Roten Liste und sind geschützt.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 03.01.02