Balaninus glandium

Eichelrüßler

[ Coleoptera , Curculionidae ]

©



Von den verschiedenen Balaninus-Arten, deren Larven sich in Eicheln entwickeln können, ist der Eichelrüßler Balaninus glandium die häufigste Art.


Verbreitung

Mittel-, West- und Südeuropa, sowie weite Teile der ehemaligen UDSSR, Kaukasus, Türkei und Marokko.


Wirtspflanzen

Vorwiegend Quercus-Arten, aber auch Castanea sativa und Corylus avellana.


Biologie

Imagines

Die Imagines führen im Frühjahr einen Reifefraß an blühenden Eichen, aber auch an anderen Baum-Arten aus.

Eiablage

Die Eiablage erfolgt in junge 1 cm große Eicheln, deren Keimblätter bereits vorhanden sind. Hierzu werden die Eicheln vom freiliegenden Teil her oder durch die Kupula angestochen. Die Einstiche vernarben später und sind dann nur noch an einem dunklen Hof auf der Fruchtschale erkennbar.

Larven

Je nach Populationsdichte werden 2 oder mehr Eier in eine Frucht abgelegt, es können sich aber immer nur maximal 2 Larven in einer frucht erfolgreich entwickeln, die anderen Larven sterben ab. Die Larven fressen den Inhalt der Eichel, lassen aber oft die Keimblätter zurück, so daß die Frucht unter Umständen noch keimen kann. Meist bleibt jedoch nur der Larvenkot in der Fruchtschale zurück.

Die Larven verlassen die ausgefressene Eichel durch ein rundes Ausbohrloch um dann in den oberen Bodenschichten in einer Erdhöhle zu überwintern. Noch nicht ausgewachsene Larven können aber auch in der Eichel verbleiben, um dann die Larvalentwicklung im folgenden Frühjahr abzuschließen.

Entwicklung

Sowohl Larven als auch Imagines können überwintern.


Bedeutung

Schaden, verursacht durch Balaninus glandium.

Der Eichelrüßler befällt vorwiegend Früchte gutwüchsiger Eichen. Die wirtschaftliche Bedeutung besteht in der Vernichtung von Saatgut.

Schaden, verursacht durch Balaninus glandium.



Bestimmungsübungen an Insekten
Last modified: 11.01.02