Imago des Alpenbocks ( Rosalia alpina )

Rosalia alpina (Linnaeus, 1758)

Alpenbock

[ Coleoptera , Cerambycidae ]

© Jürgen Grimm



Der Alpenbock gehört zu unseren schönsten und auffälligsten Bockkäfer-Arten. Man kann die 16-38 mm großen Imagines leicht an der bläulichen Grundfärbung und der schwarzen Zeichnung erkennen. Er ist in Europa vom Apennin und den Alpen bis nach Südskandinavien (hier seltener) verbreitet und findet sich bevorzugt im Gebirge bis etwa 1500 m. Daneben tritt er auch in Nord Afrika auf.

Die Larven entwickeln sich in altem, geschlagenem Buchenholz, aber auch an stehenden Bäumen. Im Süden fressen sich ausnahmsweise auch an anderen Laubhölzern wie Aesculus, Fagus, Fraxinus, Juglans, Carpinus, Ulmus und Acer. Befallen werden vor allem sonnenexponierte, abgestorbene Stammteile oder Stämme.

Die Käfer fliegen in den Alpen Mitte Juli-August. Die Larven benötigen für ihre Entwicklung 2-3 Jahre und verpuppen sich anschließend nahe der Stamm-Oberfläche. Kurz vor der Verpuppung erzeugen sie ein Ausschlupfloch in der Rinde. Die Verpuppung erfolgt Ende Mai - Ende Juni in einer Kammer, mehrere Zentimeter tief im Holz. Die Käfer schlüpfen Ende Mai bis August und halten sich dann auf Stämmen oder Holzstapeln auf.

Der Alpenbock ist, wie zahlreiche andere Cerambyciden, stark gefährdet und deshalb gesetzlich geschützt! Die Bedrohung ergibt sich daraus, daß die Wirtsbäume gefällt werden, bevor sie ein für den Alpenbock geeignetes Alter erreicht haben, bzw. das das Todholz entfernt wird. In alten Stämmen können sich zahlreiche Generationen entwickeln.


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Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 17.05.03