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Rhagium inquisitor Spürender Zangenbock [ Coleoptera , Cerambycidae ] |
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Wenn man mit einem Stechbeitel die Rinde gefällte oder abgestorbener Bäume abhebt, fallen einem sofort große, weiße Larven mit brauner Kopfkapsel auf. Dabei handelt es sich meist um den Spürenden Zangenbock, der sich hier unter der Rinde entwickelt. |
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Verbreitung |
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Eurasien. In Europa bis in den hohen Norden, in weiten Teilen der Britischen Inseln, Nearktis. |
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Wirtspflanzen |
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Larvalentwicklung unter der Rinde von abgestorbenen Nadelbäumen (Fichte, Kiefer, Tannen), bzw. an liegenden, geschlagenen Stämmen. Rhagium inquisitor und die ähnliche Art R. bifasciatum können beider, wenn auch seltener, an Laubholz auftreten. |
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Merkmale |
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Kopf und Halsschild der 10-21 mm großen Käfer sind meist variabel heller oder dunkler gelbbraun bis gelbgrau gefleckt, Ausnahmsweise aber auch schwarz gefärbt. Die Flügeldecken sind gelblich gefärbt, die Körperoberseite ist dicht grau tomentiert. Die Fühler reichen bis kurz hinter die Basis der Elytren. |
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Typische Bockkäfer-Larve. |
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Puppe: Verpuppung in einer typischen Spanpolsterwiege unter der Rinde. |
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Biologie |
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Man kann die Käfer von April bis August auf Holz und Blüten beobachten. Die Eiablage erfolgt an Baumstumpen und an abgestorbenes Holz, an der sich die Rinde allerdings noch nicht abgelöst hat. Die Larven unter der Rinder von derselben. In den gewundenen breiten Fraßgängen finden sich festgepresste Bohrmehlplatten. |
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Die Altlarven verpuppen sich unter der Rinde im 2. Jahr in einer charakteristischen Spanpolsterwiege in der auch die Käfer überwintern. Einige Käfer können allerdings im September desselben Jahres schlüpfen, verlassen allerdings dann nicht den Stamm, sondern überwintern darin. Durch die Fraßtätigkeit der Larven löst sich die Rinde langsam ab. |
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Bedeutung |
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Der Spürende Zangenbock hat keine große forstliche Bedeutung. Er kann gelegentlich als Sekundärschädling wirken, nur in einem Fall wurden 1933 alte Tannen anscheinend primär befallen. |
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