Monochamus sutor F.

Schusterbock, Schwarzer Fichtenbock

[ Coleoptera , Cerambycidae ]

© A. Bochdansky & M. Kriftner

Monochamus sp.


Verbreitung

Europa, bis in die ehemalige UDSSR. Mehrfach nach England eingeschleppt.


Wirtspflanzen

Hauptsächlich Fichte, auch an Tanne und Kiefer.


Merkmale

Imagines: Größe 15-24 mm, Körper schwarz, mit braunem Metallglanz. Das Scutellum ist weißlichgelb befilzt. Die Antennen sind mehr als körperlang. Das Halsschild trägt beiderseits einen großen, spitzen Dorn.

Larven: Gelbweiß glänzend, bis 40 mm lang.

Puppen: Pupa libera, bis 20 mm lang. Die Antennen sind spiralig aufgerollt und fädeln sich stets zwischen dem 2. und 3. Beinpaar durch.


Biologie

Die Käfer fliegen von Juni-September. Schlüpfende Käfer verlassen ihren Stamm durch ein kreisrundes Ausflugloch.

Eiablage: Das Weibchen durchnagt die Stammrinde und legt ca. 50 Eier in Gruppen von 1-3 Eier in die Bastschicht ab.

Die Larven fressen zunächst unter der Rinde breite Gänge und dringen dann ins Holz ein. Hier erzeugen sie breite, im Querschnitt ovale Gänge.

Verpuppung: Zum Ende der Larvalentwicklung wird tief im Holz ein Hakengang erzeugt, in dem die Verpuppung erfolgt.


Forstliche Bedeutung

Der Schusterbock befällt gerne geschwächte stehende, vor allem aber liegende Bäume. Er tritt besonders nach Windbruch oder nach Waldbrand auf. Der Schaden ist wegen der im Holz erzeugten Gänge überwiegend technisch, kann aber bei starkem Befall auch physiologisch sein. Bei starkem Befall sind bis zu 100 Eier pro laufendem Meter nachgewiesen worden.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 17.05.03