Schaden, verursacht durch die Larven von Cerambyx cerdo

Cerambyx cerdo Linnaeus, 1758

Heldbock, Eichenbock - Great capricorn beetle

[ Coleoptera , Cerambycidae ]

© Lehrstuhl f. Tierökologie, TUM



Mit seinen 25-55 mm Körperlänge ist der Eichenbock einer der größten Käfer in Mitteleuropa. Mit Ausnahme der helleren Hinterleibsspitze ist ihr Körper braunschwarz gefärbt. Die Imagines sind von Mai bis August in warmen Laubwäldern anzutreffen und fliegen vorzugsweise Abends alte Eichen an, um sich auf der Borke zu paaren. Nur gelegentlich fliegen sie bereits am späten Nachmittag. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier in Rindenrissen ab. Tagsüber verbergen sich die Imagines unter Laub oder trockener Rinde. Zur Ernährung lecken sie an Baumsäften.

Die Larven können sich in verschiedenen Eichenarten entwickeln. Sie benötigen 3-4 Jahre für ihre Entwicklung. Im ersten Jahr (bzw. auch noch im zweiten Jahr) fressen sie in der Rinde, später im Holz. Am Ende ihrer Larvalentwicklung nagen sie sich wieder bis zur Rinde vor und erzeugen zur Verpuppung einen ca. 80 mm tiefen Hakengang. Die Käfer schlüpfen im Herbst des 4. Jahres und können noch bis in den August hinein beobachtet werden. Danach begeben sie sich in die Überwinterung und erscheinen erst wieder im Mai des darauf folgenden Jahres.

In einem Stamm können sich viele Generationen entwickeln und können so zu einer Wertminderung des Holzes führen.

Früher weit verbreitet und ein charakteristisches Element alter Eichenbestände, ist der Eichenbock inzwischen in vielen Ländern selten geworden.

Cerambyx cerdo ist bei uns geschützt!


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Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 17.05.03