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Agrilus biguttatus |
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Zweipunktiger Eichenprachtkäfer |
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( Coleoptera , Buprestidae ) |
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In Europa treten etwa 23 Buprestiden-Arten an Eiche auf. Einer der 3 forstwirtschaftlich bedeutenden Arten ist der Zweipunktiger Eichenprachtkäfer, der mit für das Eichensterben verantwortlich gemacht wird. Die im Bast quer zur Faserrichtung verlaufenden Larvengänge können bei hohen Dichten den Saftstrom der Wirtspflanze unterbrechen und so zum Absterben des Baumes führen. Als typischer Sekundärschädling wird er durch vorhergehenden Befall von Schwammspinner und Eichenwickler gefördert. |
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Verbreitung |
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Europa |
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Wirtspflanzen |
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Stiel- und Traubeneichen (Quercus robur & Q. petraea). |
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Merkmale |
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Imagines |
Die langgestreckten, 9-12 mm langen Tiere sind metallisch grün gefärbt. Auf den Elytren finden sich im hinteren Drittel je ein weißer Haarfleck neben der Flügeldeckennaht. |
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Larven |
Die flachen, bis zu 12 mm langen, weißlichen Larven sind fußlos (endophytische Lebensweise). Am Hinterende des Abdomens sitzen zwei hornige Zähne. Der erste Thorakalring ist verbreitert. |
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Fraßgänge |
Die Fraßgänge der Larven verlaufen (oft zickzackförmig) quer zur Faserrichtung unter der Rinde im Bast der Stämme. Sie sind mit Bohrmehl gefüllt und sind nicht schwarz gefärbt. |
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Biologie |
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Generationszeit in wärmeren Gegenden einjährig, sonst zweijährig. |
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Imagines |
Je nach Temperatur fliegen die Wärme liebenden Imagines von Juni bis in den August. Sie führen in an den Blättern der Eiche einen Reifungsfraß aus. |
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Eier |
Die Eiablage erfolgt an der Rinde, bevorzugt an der Südseite der Stämme im mittleren und oberen Kronenbereich. |
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Larven |
Die Larven fressen unter der Rinde im Bast der Wirtspflanzen. |
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Überwinterung als Larve unter der Rinde |
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Puppe |
Die Verpuppung erfolgt in der Borke. |
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Forstliche Bedeutung |
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Agrilus biguttatus ist ein typischer Sekundärschädling und wird durch vorhergehenden Befall von Schwammspinner und Eichenwickler gefördert. Bei starkem Befall kann durch die querverlaufenden Larvengänge der Saftstrom der Bäume unterbrochen werden, was zum u. U. Zum absterben der Eichen führen kann. Eine direkte Bekämpfung ist nur schwer möglich. Bei starkem Befall können die Bäume eingeschlagen werden, müssen dann aber sofort, vor dem Schlüpfen der Käfer, entfernt werden. |
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Befallskennzeichen |
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Absterben stärkere Äste und Kronenteile |
büschelige Restbelaubung |
Spechtschläge |
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Ausbohrlöcher |
Dunkler Schleimfluß an der Rinde |
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Literatur |
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Hartmann, G. & Blank, R. (1995): Winterfrost, Kahlfraß und Prachtkäferbefall als Faktoren im Ursachenkomplex des Eichensterbens in Norddeutschland. Forst und Holz, 47: 443-452. LWF (1997): Zweipunktartiger Eichenprachtkäfer: LWF-Merkblatt Nr. 2, Dez. 1997: 2 pp. Wachtendorf, W. (1955): Beiträge zur Kenntnis der Eichenprachtkäfer Agrilus biguttatus Fabr. und Coroebus undatus Fabr. (Col. Bupr.). Z. angew. Ent. 37: 327-339. |
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