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Bedeutung der Caelifera |
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[ Merkmale , Verbreitung , Biologie , Bedeutung , Systematik , Literatur , Links ] |
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Wanderheuschrecken |
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Bei Wanderheuschrecken handelt es sich nicht um eine einzige Insektenart, vielmehr sind es etwa 10 Arten, die durch ihre ausgedehnten Züge immer wieder verheerende Schäden verursachen. Sie haben Hungersnöte ausgelöst und so manchem Farmer die Existenz geraubt. Trotz intensivster Forschung in den letzten Jahrzehnten ist man dieser Plage immer noch nicht beigekommen. Alle Arten stammen aus der Feldheuschrecken-Familie der Acrididae, den Feldheuschrecken (i.e.S.). Noch im 19. Jahrhundert ist die Art Locusta migratoria aus dem Unterlauf des Donaugebietes bis nach Mitteleuropa vorgedrungen. |
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Die Ursache der Wanderzüge |
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Die Ursache für die Wanderzüge liegen nach der Phasentheorie von Uvarow (1921) im Auftreten von 2 Formen, die sich in Körpergestalt, Physiologie und Verhalten unterscheiden: |
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Solitaria-Phase |
In der Einzelphase leben die Tiere solitär, sie wandern nicht, in sind relativ »gebietstreu«. |
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Gregaria-Phase |
In der Wanderphase wechseln die Tiere ihr Verhalten, sie werden gregär, weisen einen Wandertrieb und eine Nachahmungslust auf. |
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Beide Phasen können innerhalb von 2 Generationen ineinander übergehen. Der Wandertrieb wird durch das Zusammenleben ausgelöst. Grundlage für die Bildung der Wanderphase sind also Umweltfaktoren, wie Nahrung, günstiges Klima, geeignete Eiablageorte etc.. Bei den einzelnen Arten sind gibt es stets nur relativ eng begrenzte Gebiete, die geeignet für die Bildung von Wanderzügen sind. Diese Gebiete sind durch unterschiede in der Niederschlagsmenge geprägt, so daß in manchen Jahren die Lebensbedingungen in einem größeren Gebiet günstiger sind, in anderen Jahren optimale Entwicklungsbedingungen auf dieses eng begrenzte Gebiet beschränkt sind. Mit steigender Populationsdichte erfolgt innerhalb von etwa 2 Generationen die Umwandlung zur Wanderphase. |
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Die Wanderphase |
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Die Wanderzüge bewegen sich zufällig in eine Richtung, die einzelner Individuen verhalten sich jedoch einheitlich. Eine Änderung der Richtung ergibt sich nur durch unüberwindbare Hindernisse, wie Gebirge, Wasser, etc. Die Wandergeschwindigkeit liegt bei 3 km bis 19 km pro Tag. Große Schwärme können durch ein »Vorwärtsrollen«, bei dem ein Teil des Schwarmes immer vor die bereit niedergelassene Gruppe landet, unter günstigen Bedingungen 30 - 50 km pro Tag zurücklegen. |
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Manche Schwärme können eine Ausdehnung von 5-12 km2, die sich aus 700 Millionen bis 2 Milliarden Tieren zusammensetzen. So ein Schwarm erreicht eine Gesamtmasse von bis zu 3000 Tonnen, auf jeden Hektar kommen also 2.5 Tonnen Tiere. Das Maximum lag bei 250 km2 mit 35 Milliarden Tiere und 50.000 Tonnen Gewicht. Aus dienen Zahlen wird deutlich, das innerhalb kürzester Zeit riesige Pflanzenmassen von den Tieren vertilgt werden. |
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