Verschleppung von Reptilien & Amphibien

[ Invading Species , Fische , Reptilien , Vögel , Nager & Carnivoren , Wirbellosen ]


Ein Musterbeispiel für verschleppte Reptilien ist die zu den Nattern gehörende Baumschlange (Boiga irregularis, Brown Tree Snake). Sie ist im nördlichen Australien, im östlichen Indonesien, auf den Solomon Inseln und auf Papua Neu Guinea beheimatet. Wahrscheinlich wurde sie während des 2. Weltkrieges mittels Transportflugzeugen nach Guam eingeschleppt. Ohne natürliche Feinde fand sie hier optimalen Bedingungen vor und konnte sich so stark vermehren. Sie hat seitdem mehr als die Hälfte der auf Guam lebenden Vogel-, Fledermaus- und Eidechsenarten vernichtet. Alleine 12 endemische Vogelarten wurden komplett ausgelöscht, andere Arten treten nur noch in sehr geringen Dichten auf. Auch richtet sie durch 'Überfall' von Hühnerzuchten auf und durch das Zernagen von Stromleitungen großen wirtschaftlichen Schaden an. Inzwischen leben mehr als eine Million der Schlangen auf der Insel. Mittels Boten haben es Individuen der Baumschlange wiederholt geschafft, nach Hawaii zu gelangen, wurde bisher aber glücklicherweise immer rechtzeitig entdeckt. Den ökologischen Schaden, den sie dort anrichten würde, ist kaum abzuschätzen.


Der ursprünglich in Nordamerika beheimatete Ochsenfrosch (Rana catesbeiana, engl. Bullfrog) breitet sich in Teilen Europas aus. Er ernährt sich nicht nur von Insekten, sondern auch von Krebsen, Amphibien, kleinen Fischen und Säugetieren und.

Im fehlen in Europa die natürlichen Feinde und deshalb wird die Ausbreitung des Ochsenfrosches auch mit Sorge verfolgt.


Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 22.02.03