Smaragdeidechse - Lacerta viridis

Fam. Lacertidae

Echsen

[ Reptilia , Squamata , Lacertilia ]

© Richard Fellinger



Merkmale

Flinke und tagaktive Echsen. Die meisten Arten messen von der Schnauzenspitze bis zur Afterspalte etwa 8 cm. Einige Arten, wie die europ. Smaragdeidechse werden allerdings wesentlich größer. Lacertiden haben einen verhältnismäßig langen Körper mit deutlich abgesetztem Kopf, langem Schwanz und gut ausgebildeten Beinen. Kopfoberseite und Bauch sind mit großen schildartigen Schuppen bedeckt. Der Hals ist unmittelbar vor den Vorderbeinen mit einem gezähnten Halsband eingekerbt. Schenkelporen sind vorhanden.

Kennzeichnend für Eidechsen ist ein Halsband. Es ist bei den Kleinlacerten glattrandig, bei den größeren Lacertiden mit feinen Dornen gezähnt.

Eidechsen haben am Hinterrand der Oberschenkel Poren, die ein öliges Sekret absondern. Sie fehlen bei den Arten der anderen Familien.

Die Nahrung besteht meist aus Insekten, mitunter wird auch pflanzliche Kost in geringen Mengen aufgenommen.

Etwa drei Viertel aller Echsenarten entfallen in Europa auf die Familie der Eidechsen. An einem Ort wurden bis zu sieben verschiedene Arten beobachtet. Nahrungskonkurrenz zwischen gemeinsam vorkommenden Arten wird auf verschiedene Weise verhindert. Smaragdeidechsen jagen größere Beute als die Kleinlacertiden. Am selben Ort leben einige Formen auf dem ungedeckten Boden, andere in dichter Vegetation, einige klettern auf Steinhaufen oder an Felswänden. Manche Eidechsen bevorzugen feuchte, andere trockene Biotope. Viele Merkmale der verschiedenen Arten hängen mit ihrem Lebensraum zusammen. Felseneidechsen, die sich gewöhnlich in Spalten verstecken, sind abgeplattet, im Pflanzengewirr jagende Arten häufig grün.

Alle Lacertidenarten legen weichschalige Eier, mit Ausnahme der Waldeidechse, die meist vollentwickelte Junge gebiert (ovo-vivipar). Die Gelegegröße beträgt meist 1-4 Eier, bei der Smaragdeidechse bis zu 23. Die Zeitigungsdauer ist von der Wärme abhängig und sehr unterschiedlich. Bei kleinen Arten beträgt sie etwa 6 Wochen.

Große Lacertiden sind langlebig: Eine Perleidechse hat in Gefangenschaft z.B. 20 Jahre gelebt.

Im allgemeinen haben männliche Lacertiden einen größeren Kopf, kürzeren Rumpf und besser entwickelte Schenkelporen als die Weibchen. Während der Paarungszeit ist die Schwanzwurzel oft verdickt.


Beispiele

Gruppe: Größere Lacerten:

Lacerta agilis - Zauneidechse

Smaragdeidechse - Lacerta viridis

Zauneidechse - Lacerta agilis

Smaragdeidechse - Lacerta viridis

Gruppe Kleinlacerten: In Europa 24 kleinere Arten, von denen nur zwei in N-,W- und Mitteleuropa vorkommen:


Mauereidechse - Podarcis muralis

Wald- oder Bergeidechse - Lacerta vivipara

Mauereidechse - Podarcis muralis


Vergleichende Merkmale heimischer Arten


Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 16.01.03