Ord. Salmoniformes

Lachsfische

[ Osteichthyes ]


Fam. Lachsfische, Edelfische Salmonidae

Mit strahlenloser 'Fettflosse' hinter der Rückenflosse. Körper gestreckt, schnelle Schwimmer bis zu 35 km/h. Gutes Springvermögen, bis zu 80 cm über die Wasseroberfläche. Kaltwasserfische und Winterlaicher. Graben mit der Schwanzflosse Laichgruben in das Kiesbett der Bäche.


1. Gruppe: Großmaul-Salmoniden.

Mundspalte reicht bis zum Auge. Zähne groß, räuberisch.

Lachs Salmo salar bis zu 1,5 m groß, großschuppig, 'Rheinlachs'. Anadrome Art: wandert vom Meer zum Laichen in die Flüsse. Findet mit Hilfe des Geruchsinns die heimischen Gewässer. Tagesstrecken bis zu 100 km, 12-15 km pro Tag flußaufwärts sind die Regel.

Huchen S. hucho bis zu 2m, kleinschuppig. Lebt im Stromsystem der Donau.

Forelle S. trutta bis 70 cm, Standortsformen: Bach-, See- und Meerforelle. Körperzeichnung mit großen, runden Tupfen und Punkten. Die Bachforelle stellt im Gegensatz zur Regenbogenforelle sehr hohe Ansprüche an die Wasserqualität. Sie bewohnt vorzugsweise kleine, klare, kalte Seen und Bäche mit hohem Sauerstoffgehalt und reicher Frischwasserzufuhr, z.B. Gletscherseen. Da diese Gewässer kalt und nahrungsarm sind, wächst die Bachforelle nur langsam heran. Kieslaicher. Eutrophierte Gewässer meidet die Bachforelle.

See- und Bachsaibling S. alpinus und S. fontinalis bis 60 cm, mit rotem Bauch ('Rotforelle'). Lebt in größeren und tieferen Alpenseen und Gebirgsbächen.

Regenbogenforelle S. irideus bis 40 cm, ähnlich Bachforelle, aber ohne runde Tupfen und Punkte. Oberseits dunkel- oder braungrün, Unterseite silbrig glänzend. Zahlreiche unregelmäßige, schwarze Flecken auf Kopf Rücken und Seiten. Schuppen entlang der Flanken rötlich oder regenbogenartig irisierend.

Durch Kreuzung mehrerer nordamerikanischer Forellenarten entstandene anspruchslose Bastardform, die in Europa als Zuchtfisch eingebürgert wurde. An wärmeres Wasser und Zuchtteiche angepaßt. Weniger anspruchsvoll. Kann mit Schlachthofabfällen in Zuchtteichen gefüttert werden. Wächst schnell heran. Wichtiger Speisefisch.


2. Gruppe: Kleinmaul-Salmoniden. Mundspalte und Zähne klein. Kleintier- und Planktonfresser.

Äsche Thymallus thymallus bis 50 cm, Kleiner Kopf, Rückenflosse (Fahne) auffallend hoch und lang mit grünen Längsbändern auf rotem Grund, die zur Laichzeit besonders leuchtend hervortreten, Schwanzflosse tief eingeschnitten. Fleisch mit Thymus-Geruch. Äschen leben in tieferen und langsamer fließenden Bächen. Das Wasser ist jedoch noch reich an Sauerstoff und der Gewässergrund steinig oder sandig mit reichlichem Pflanzenbewuchs.

Renken und Felchen (Gatt. Coregonus) bis 60 cm, Kopf klein, meist kegelförmig, Maul klein, etwas unterständig. Kleine Fettflosse. Rücken bläulich (Blaufelchen) bis dunkelgrün, Seiten und Bauch weiß bis silberglänzend. Rücken-, Schwanz- und Afterflossen leicht geschwärzt, Spitzen der paarigen Flossen dunkel ('berußt'). Planktonfresser in den Voralpenseen. Bevorzugen nährstoffreiche Voralpenseen und tolerieren geringeren Sauerstoffgehalt in den tieferen Gewässerschichten.



Fam. Hechte Esocidae

Langgestreckte Raubfische mit spitzen Zähnen, besonders im Unterkiefer.

Hecht Esox lucius bis 1 m, Körper walzenförmig, seitlich leicht zusammengedrückt, marmoriert; Kopf entenschnabelartig verlängert, Unterkiefer länger als Oberkiefer. Rückenflosse nahe der Schwanzflosse. Seitenlinie mehrfach unterbrochen. Färbung in der Jugend meist hellgrün ('Grashecht'), im Alter der Umgebung angepaßt. Unregelmäßige dunklere Flecken auf den hellen Seiten. In den ersten Lebenswochen Planktonfresser, später gefräßiger Raubfisch.


Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 03.12.00