Das Geweih

[ Stirnwaffen , Geweih , Hörner ]

Cervus elaphus

Im Gegensatz zu den Hörnern der Boviden bestehen die Geweihe der Cerviden aus Knochensubstanz. Sie werden auf dem Stirnzapfen (Rosenstock) jedes Jahr neu gebildet (geschoben). Während des Wachstums wird das Geweih durch Blutgefäße in der umgebenden Haut (Bast) mit Aufbaustoffen versorgt. In der Wachstumsphase ist es zunächst noch weich, wird dann aber zunehmend durch Einlagerung von phosphorsaurem Kalk verfestigt.

Das fertig geschobene (vereckte) Geweih wird durch Reiben und Schlagen an Zweigen vom eingetrockneten Bast befreit (gefegt).

In der Regel werden Geweihe nur von männlichen Tieren ausgebildet. Als Ausnahme gilt das Ren. Hier tragen auch die weiblichen Tiere Geweihe, die allerdings schwächer ausgebildet sind.

Je nach Cervidenart sind die Geweihe unterschiedlich ausgebildet. Sie können in mehreren Sprossen oder Enden verzweigt, teilweise aber auch schaufelartig abgeflacht sein.

Die Geweihe werden alljährlich abgeworfen (Abwurfstangen). Dies wird durch Auflösen der Knochenschicht an der Verbindung von Geweihstange und Rosenstock ermöglicht.


enthält Stirnwaffen, Geweih & Hörner


Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 31.01.03