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Rangifer tarandus (Linnaeus, 1758) Ren, Rentier, Karibu - Reindeer, Caribou [ Mammalia , Ungulata , Artiodactyla , Ruminantia, Cervidae ] |
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Rangifer tarandus wird inzwischen als einziger Vertreter der Gattung Rangifer Frisch, 1775 behandelt. Hierzu werden auch die nordamerikanischen Karibus gerechnet. |
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Merkmale |
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Mittelgroßer Hirsch (telemetacarpal). Bemähnter Hals relativ lang. Rumpf lang, Extremitäten verhältnismäßig kurz. Männchen sind größer als die Weibchen. Männchen bilden vor der Brunstzeit bis zu 8 cm dicken, weißen Hautspeck aus, der stark durchblutet ist und in der Brunst abgebaut wird. |
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Geweih vergleichsweise größer als bei anderen Cerviden und leicht zu unterscheiden: Helle Farbe und unsymmetrischer Bau, Rosen schwach ausgebildet, Abplattung der Stangen. Auch die Weibchen tragen Geweihe (im Gegensatz zu anderen Cerviden), diese sind aber kleiner ausgebildet. |
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Verbreitung |
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Ursprünglich im ganzen Tundra- und Taigagürtel der Holarktis verbreitet, sind die Areale heute aufgesplittet. In Europa wurde das Wildrentier in weiten Teilen seines ursprünglichen Verbreitungsgebietes verdrängt. Lebensraum: Vor allem Tundragebiete. Fähigkeit, auch unter dicker Schneedecke Nahrung zu finden. |
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Biologie |
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Lebensweise: Wandertrieb, dieser in Nordamerika ausgeprägter als in Europa (Ursache unklar). In Anpassung an die Lebensweise wurden die Füße umgebildet: Die Zehen sind weit spreizbar und die Hufe breit, die Nebenhufe berühren den Erdboden und tragen das Tier mit. Auf diese Weise wird ein Einsinken in morastigen Boden verhindert und die Fortbewegung auf Schnee und Morast erleichtert. |
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Nahrung: Flechten, Moose, Gräser und Seggen, in einem geringeren Ausmaß auch Zweige von Laubhölzern, Blätter von Zwergsträuchern und Kräuter. Im Winter besteht die Hauptnahrung aus Flechten. Beim Fressen wird die Nahrung nur grob zerkleinert. Das Wiederkäuen ist für die mechanische Zerkleinerung der Nahrung wichtig und erfolgt in regelmäßigen Abständen. |
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Fortpflanzung: Brunstzeit in Skandinavien Mitte September bis Ende Oktober, weiter nördlich beginnt die Brunst später. Die Männchen strömen aus Hautdrüsen zur Brunstzeit einen charakteristischen Geruch aus. Tragzeit etwa 230 Tage, Setzzeit im Mai. In der Regel wird nur ein Kalb geboren. |
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Domestikation: Das Rentier wurde domestiziert, in Anpassung dessen Lebensweise wurden die Rentierzüchter zu Nomaden. |
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Literatur |
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Handbuch der Säugetiere - Paarhufer. |
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