Gams - Rupicapra rupicapra

Rupicapra rupicapra (Linné, 1758)

Gemse, Gams, Gamswild - Chamois

[ Mammalia , Ungulata , Bovidae , Rupicaprinae ]

© Eva Hejda


Verbreitung

Gams - Rupicapra rupicapra

Gebirge in Mittel- und Südeuropa, Alpen, Pyrenäen, Abbruzzen, Karpaten, Balkan. Erfolgreiche Einbürgerung in folgenden Gebieten: Vogesen, Schweizer Jura, Schwarzwald, Schwäbische Alb, Elbsandsteingebirge und Neuseeland.

Lebensraum: Gebirgsbewohner, im Sommer vorwiegend oberhalb der Baumgrenze. Wintereinstände tiefer im Bergwald.


Merkmale

Gams

Körper: Ziegenähnlich, etwas größer als Reh, langer Hals, lange Behaarung entlang Nacken und Rücken ("Gamsbart"). Färbung im Sommer rötlich-braun mit dunklem Aalstrich, im Winter schwarzbraun mit kontrastreicher Gesichtszeichnung.

Längsschnitt durch eine Gamskrucke

Längsschnitt durch eine Gamskrucke

Hörner: Bei den Geißen sind die Hornschläuche weniger stark gekrümmt als bei den Böcken. Am Gehörn wird jedes Jahr während der Vegetationszeit Hornmasse nachgeschoben. Im Winter ruht das Hornwachstum.

Somit bilden sich am Gehörn ähnlich wie bei einigen anderen Boviden (z.B. Steinbock) »Jahresringe« aus. Das Alter ist somit anhand dieser Ringe an den Hornschläuchen erkennbar.

Zahnformel



Biologie

Lebensweise: Tagaktiv, vor allem am frühen Morgen. Rudel bestehen aus Geißen, Kitzen und Jährlingen, geführt von einer Leitgeiß.

Nahrung: Herbivor, Gräser, Kräuter, Blätter, Triebe, Moose, Flechten, Rinde.

Lage der Brunftfeigen

Fortpflanzung: Brunft Oktober bis Dezember. Gamsböcke markieren mit den Brunftfeigen (Organ hinter der Basis der Hörner) an schmalen Stämmen, Ästen und hohen Grashalmen. Brunftfeigen, Tragzeit ca. 6 Monate. Setzzeit Mai/Juni. Wurfgröße meist 1 Kitz. Säugezeit ca. 6 Monate. Geschlechtsreif im 3. Jahr.

Laute: Warnruf ist ein Pfiff. Blädern der Böcke zur Brunftzeit.

Alter: Lebensdauer 15-20 Jahre.


Waidmannsausdrücke

Bock , Geiß , Krucke = Krickel , Schlauch , Gamsbart , Reif = Pfreim , Grind , Gamskugeln , Scharwild , Faselzeug = Geraffel , Hakeln, Blädern



Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 17.06.03