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Ord. Rodentia (Simplicidentata) Nagetiere [ Mammalia ] |
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Die Nagetiere sind in allen terrestrischen Habitaten vertreten und stellen mit mehr als 440 Gattungen und über 1700 Arten die artenreichste Säugetier-Ordnung dar. |
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Merkmale |
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Körper: Überwiegend kleine bis mittelgroße Säugetiere. |
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Besonderheiten: Herbivore Arten besitzen einen großen Blinddarmsack (Caecum), der in gewisser Weise den Pansen ersetzt. |
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Typisches Gebiß: Die Schneidezähne sind zu wurzellosen, ständig wachsenden Nagezähnen umgewandelt. Die Eckzähne fehlen, es entsteht so eine große Lücke zwischen Nagezähnen und Vorderbacken- bzw. Backenzähnen. Mit steigender Organisationshöhe nimmt die Zahnzahl ab. Damit die Nagezähne durchtreten können, ist die Oberlippe gespalten. |
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Biologie |
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Lebensweise: Nager sind überwiegend Pflanzenfresser und besitzen eine ausgesprochen große Vermehrungspotenz. Es handelt sich vorwiegend um Erdbewohner, die in selbstgegrabenen Erdbauten oder geschlossenen Nestern leben. Auffallend oft kommt das Kotfressen (= Caecotrophie) vor. Der im Caecum produzierte Kot ist reich an Vitamin B1 und wird unmittelbar nach Verlassen des Afters wieder verzehrt. Nicht gefressen jedoch wird der normale harte Kot. Unterbindet man das Kotfressen, so sterben die Tiere häufig nach einigen Wochen ab. |
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Bedeutng |
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Nager sind die Nahrungsgrundlage für zahlreiche Räuber. Einzelne Arten können als Schädlinge oder als Krankheitsüberträger auftreten. So können zahlreiche Mäuse die Naturverjüngung des Waldes erheblich beeinflussen und hier großen Schaden anrichten. In einem polnischen Laubwald wurden z.B. einmal fast 80% der Keimlinge durch Nager vernichtet. Auf der anderen Seite tragen Nager jedoch auch zur Verbreitung von Samen der Waldbäume bei, indem sie diese verschleppen und kleine Vorratslager anlegen. Andere Arten fressen bevorzugt Fruchtkörper von Mykorrhiza-Pilzen und sorgen so zur Verbreitung der Sporen wichtiger Symbionten der Waldbäume. Manche Pilzarten, sind geradezu auf diese Zoochorie angewiesen. Andere Arten werden als Pelztiere oder als jagdbares Niederwild genutzt. |
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[ Systematische Beziehungen zwischen Echten Nagern und Hasenartigen ] |
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Systematik |
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Die systematische Zuordnung der Rodentia wird sehr unterschiedlich gehandhabt. Manche Autoren reihen z.B. die Familien der Arvicolidae (Wühlmäuse) und Cricetidae (Wühler) als Unterfamilien in die Familie der Muridae (Echte Mäuse) ein. |
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U. Ord. Hörnchenverwandte - Sciuromorpha |
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Taschenratten - Geomyidae |
Taschenmäuse - Heteromyidae |
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Kammfinger - Ctenodactylidae |
Dornschwanzhörnchen Anomaluridae |
Springhasen - Pedetidae |
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U. Ord. Mäuseverwandte - Myomorpha |
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Wurzelratten - Rhizomyidae |
Blindmäuse - Spalacidae |
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Stachelbilche - Platacanthomyidae |
Salzkrautbilche - Seleniviidae |
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Hüpfmäuse - Zapodidae |
Springmäuse - Dipodidae |
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U. Ord. Stachelschweinverwandte - Hystricomorpha |
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Stachelschweine - Hystricidae |
Sandgräber - Bathyergidae |
Rohrratten - Thryonomyidae |
Afrikanische Felsenratten - Petromuridae |
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U. Ord. Meerschweinchenverwandte - Caviomorpha |
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Trugratten - Octodontidae |
Kammratten - Ctenomyidae |
Chinchillaratten - Abrocomidae |
Stachelratten - Echimyidae |
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Bau- und Ferkelratten Capromyidae |
Chinchillas - Chinchillidae |
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Pakaranas - Dinomyidae |
Baumstachler - Erethizontidae |
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