Siebenschläfer - Glis glis

Glis glis

Siebenschläfer

[ Mammalia , Rodentia , Gliridae ]

aus: Müller



Merkmale

Größter einheimischer Schläfer, etwa rattengroß, grau, mit langem und buschig behaartem Schwanz. Fell um das Auge etwas dunkler gefärbt. Große ovale Kotpillen, ähnlich wie von der Hausratte.


Verbreitung

Besonders häufig in der Krain (Nord-Jugoslawien). Wärmeliebend, bevorzugt Gebiete mit atlantisch getöntem Klima. Fehlt in Nord- und Osteuropa (Kalte Winter!). Populationsdichte allgemein zunehmend in den Buchenwäldern West- und Mitteleuropas. In Bayern vor allem im Westen sehr häufig.


Biologie

Lebensraum

Mittelgebirge, Wälder mit zahlreichen Altbuchen. Meidet sandige und kiesige Böden.

Nahrung

Schadbild des Siebenschläfers (Glis glis) an Lärche.

Siebenschläfer verzehren Knospen und Blätter der Buche, Bucheckern und Rinde vor allem im Frühjahr. Wenn die ersten Siebenschläfer im März aus dem Winterschlaf erwachen, hat die Buche noch nicht ausgetrieben. Infolge des Nahrungsmangels wird in erster Linie die Lärche benagt und die Rinde von armdicken Stangenhölzern und Ästen der Altbäume plätzeweis abgenagt. Lärchen können auf diese Weise bestandsweise vernichtet werden, aber nur dort, wo sie mit Altbuchen vergesellschaftet sind. Verzehrt werden außerdem außerdem Insekten, Vogeleier und Nestlinge.

Lebensweise

Erwacht aus dem Winterschlaf frühestens Ende März. Ende Mai, wenn die meisten Vogelbruten beendet sind, baut der Siebenschläfer ein Nest bestehend aus grünem Buchenlaub in Baumhöhlen, ersatzweise auch in Nisthöhlen. 2-6 Jungtiere werden im Juni geworfen. Ende August - Anfang Oktober verlassen die Siebenschläfer diese Sommernester und graben sich für den Winterschlaf etwa 0,5-2m tief in den Waldboden ein, meist unter Baumstöcken und verbringen dort in frostfreien Bodenhorizonten ihren Winterschlaf. Große Verluste vor allem in kalten Wintern.



Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 25.01.03