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Castor fiber Biber [ Mammalia , Rodentia , Castoridae ] |
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aus: C. Gesner |
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Merkmale |
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Der beschuppte, kellenförmig abgeplattete Schwanz ist nur an der Wurzel walzenförmig und stärker behaart. Hinterfüße mit Schwimmhäuten. Zweite Hinterfußzehe mit Doppelkralle (Putzkralle). Augen und Ohren zum Tauchen wasserdicht verschließbar. |
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Anus und Urogenitalöffnung von einer gemeinsamen Tasche ('Kloake') mit Ringmuskel umschlossen. In diese Tasche münden bei beiden Geschlechtern ein Paar Analdrüsen, deren öliges Sekret dem Einfetten des Felles dient und ein Paar Präputialdrüsen, deren Absonderung offenbar Markierungssubstanz ist. Diese Substanz wurde als Castoreum pharmazeutisch genutzt. |
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Der Kanadische Biber C. canadensis ist sehr ähnlich und kreuzt sich fruchtbar mit dem Europäischen Biber. Er wurde in einigen Nordeuropäischen Ländern eingebürgert. Im Unterschied zur europäischen Art baut der amerikanische Biber größere und längere Dämme. |
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Verbreitung |
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In Mitteleuropa bis auf wenige Restbestände an der Elbe und der Rhone ausgerottet, vor allem wegen des wertvollen Pelzes und des teuren Bibergeils. Seit 1980 sehr erfolgreiche Wiederansiedlung. Ganzjährig geschützt. In Bayern Wiederausbreitung insbesondere im ehemals dichter besiedelten Gebiet entlang der Nebenflüsse der Donau, z.B. in Schwaben. |
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Biologie |
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Lebensraum: Vor allem an fließenden Gewässer mit erdiger Uferzone und einem reichlichen Angebot an Weichhölzern. Die Biberburg wird in das Ufer gegraben mit Zugängen unter Wasser. Sie wird mit abgenagten Ästen und Schlamm überdeckt. Felsige und versteinte Uferzonen werden gemieden. Gestaltet aktiv seinen Lebensraum insbesondere durch die Anlage von Dämmen. Dadurch Gewässerüberstau und Anhebung des Grundwasserspiegels von maximal 2m. Beeinflußt wird nur eine Ufersaum, nicht mehr als 50m vom Gewässer entfernt. |
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Nahrung: Vorwiegend Baumrinde von Weichhölzern, z.B. Weiden und Pappeln, die bevorzugt von Ästen abgenagt wird. Zu diesem Zweck werden auch starke Bäume gefällt. Nagt große Späne, ähnlich wie Hackschnitzel aus dem Holz. Abgenagte Astabschnitte erscheinen wie mit dem Beil bearbeitet. |
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