Schermaus, Arvicola terrestris

Fam. Arvicolidae

Wühlmäuse, Kurzschwanzmäuse

[ Mammalia , Rodentia ]


Merkmale

Auffälligstes Merkmal ist der kurze Schwanz, mit anliegenden Haaren, der nur 1/5-1/4 der Kopf-Rumpflänge ausmacht. Der Körper ist gedrungen, der Kopf endet in einer stumpfen Schnauze. Augen, Ohren und Hinterfüße sind bei Wühlmäusen nur klein ausbildet.

Schädel der Erdmaus (Microtus agrestis)

Gebiß: Wühlmäuse besitzen charakteristische wurzellose schmelzfaltige Backenzähne (Unterschied zu Echte Mäusen !). Sie wachsen stetig nach. Die Dentinfläche ist oft in charakteristische Dreiecke gegliedert. Am Verlauf der Schmelzbänder auf den Kaufflächen kann man häufig Arten oder Gattungen erkennen.


Verbreitung

Wühlmäuse treten in der gesamten nördlichen Hemisphäre auf, besonders an feuchten Stellen. Trockenere Gebeite werden eher gemieden.


Bedeutung

Als Pflanzenfresser (Herbivore) kommt ihnen eine wirtschaftliche Bedeutung zu, besonders bei Massenausbrüchen. Einige Arten sind bedeutende Forstschädlinge (Vertreter der Gattungen Clethrionomys, Arvicola, Microtus).


Systematik

Die Wühl- oder Kurzschwanzmäuse wurden früher als Unterfamilie Microtinae in der Familie der Mäuse (Muridae) eingeordnet. Wühlmäuse und Echte Mäuse unterscheiden sich jedoch in einer ganzen Reihe von Merkmalen, die zur Bildung einer eigenen Familie geführt haben.

In Europa finden sich 27 Wühlmaus-Arten, die 7 Gattungen angehören. Neben den Wühlmaus-Arten im engeren Sinne (Clethrionomys, Arvicola, Microtus) werden in dieser Familie auch die Lemminge (Myopus, Lemmus), die Bisamratten (Ondatra) und Bergmäuse (Dinaromys) geführt.

Beispiele

Scher- Moll-, Grüne Wühlmaus - Arvicola terrestris


Erdmaus - Microtus agrestis

Scher- Moll-, Grüne Wühlmaus - Arvicola terrestris

Rötelmaus - Clethrionomys glareolus

Erdmaus - Microtus agrestis


Bisamratte - Ondatra zibethica


Feldmaus - Microtus arvalis

Bisamratte - Ondatra zibethica

Berglemming - Lemmus lemmus



Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 25.01.03