Die Gänge der Schermaus

Die Gänge der Schermaus sind geschlossen, offen nur am Wasser, oder wenn Junge im Bau sind. Überirdische Laufgänge (Wechsel) sind nicht vorhanden. Die unterirdischen Gänge verlaufen im allgemeinen in einer Tiefe von 5 cm, stellenweise bis zu 1 m, waagerecht zur Erdoberfläche. Sie sind hochoval und stets über 5cm breit. Die durchschnittliche Gesamtlänge der Gänge beträgt etwa 40 (5-109) m. Bei hoher Dichte nimmt die Länge nicht ab, die Baue sind jedoch komplexer und enthalten mehr Biegungen.

Die Winterbaue sind mit durchschnittlich 70m Ausdehnung größer als die Sommerbaue mit nur 34m. An den Gangwandungen sind die Wurzeln fein säuberlich abgefressen. Es gibt im allgemeinen keine Verbindung zwischen benachbarten Bauen. Jedes System hat 1 bis 2 Nester, im Winter auch Vorratskammern, in denen Wurzeln, Zwiebeln und Knollen gelagert werden. Mitunter werden auch kugelige Schwimmnester in der Vegetation stehender Gewässer angelegt.

Die Baue werden meist von einem Familienverband bewohnt, d.h. von einem Pärchen mit Jungtieren von einer oder 2 Generationen. Die Ausbreitung der subadulten Tiere und die Einrichtung neuer Bausysteme sind noch nicht genauer untersucht.

Beim Graben wird die Erde mit den Nagezähnen gelöst und aus dem Gang mit den Vorder- und Hinterpfoten entfernt. Anschließend wird der Boden mit der Schnauze herausgestoßen.


Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 16.06.00