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Die Fortpflanzung der Schermaus |
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Fortpflanzung im allgemeinen nur in der warmen Jahreszeit, in Mittel- und Westeuropa von März/April bis September/Oktober. Nach langjährigen Untersuchungen auf der Insel Langenwerder wurde ein Anstieg gravider Weibchen von 15% im März auf 50 % im Mai, dann ein Abfall im Juni und eine erneute Zunahme Ende Juli auf etwa 40 %, schließlich ein kontinuierlicher Rückgang im Oktober beobachtet. In den Niederlanden wurden im |
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% trächtige Weibchen gefangen. In der CSR wurde der maximale Anteil trächtiger Weibchen im Mai mit 52 % festgestellt. |
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Die Embryonenzahl betrug bei freilebenden Schermäusen 1-11, im Durchschnitt 4, höchstens 14, die höchste Uterusnarbenzahl ebenfalls 14. In einem Nest wurden 16 Junge gefunden, die möglicherweise aus Würfen von verschiedenen Weibchen stammten. Das Weibchen wird zwischen dem 43. und 67. Tag geschlechtsreif. Im Freiland setzt ein Weibchen im Laufe ihres Lebens etwa 4-5 Würfe mit insgesamt 22-28 Jungen ab. Die Neugeborenen sind nackt, ihre Augen und Ohren geschlossen. Sie sind 6-7 g schwer und werden bis zum Ende der Säugezeit am 15. Tag täglich etwa 1 g schwerer. Merkmale geschlechtlicher Aktivität sind Corpora lutea im Ovar, vergrößerter Uterus, Vaginalpfropf und Laktation. Jungtiere aus Frühjahrswürfen können noch im gleichen Jahr an der Vermehrung teilnehmen. Nur selten überleben Schermäuse im Freiland einen 3. Winter, die meisten sterben bereits nach dem 1. Die Mortalität ist während der Fortpflanzungszeit jedoch größer als im Winter. In der Gewichtsklasse zwischen 20 und 50 g war die Verweildauer auf einer Versuchsfläche 3 x geringer als bei größeren Tieren. Für die durchschnittliche Lebenserwartung im Freiland werden 4,5 Monate angegeben, wobei die hohe Sterblichkeit der Nestlinge von 64-86 % in den 3 ersten Lebenswochen unberücksichtigt blieb. Das Geschlechterverhältnis ist bei der Geburt ausgeglichen. Bei den im Freiland gefangenen Tieren überwogen meist Männchen infolge ihrer größeren Aktivität vor allem während der Fortpflanzungszeit (Fangselektion). Bei sehr hoher Dichte können jedoch die Weibchen überwiegen, weil die Männchen durch ihre Rivalitätskämpfe stärker dezimiert werden (Männchen-Elimination). In einem begrenzten Gebiet konnte die ansäßige Population der Schermaus in verhältnismäßig kurzer Zeit so gut wie restlos weggefangen werden. Sogleich drangen jedoch neue Mäuse aus der Umgebung in das leergefangene Gebiet ein und zwar ausschließlich Männchen. Erst im nächsten Jahr folgten die Weibchen. Die Dichte kann nach Ergebnissen von Totalausfängen auf 30 x 30m (900 m2) 1000 Indiv./ha im Herbst überschreiten. In bestimmten Teilen Frankreichs (z.B. im Jura und im Gebiet Haut-Doubs) wurde eine Periodizität der Populationsentwicklung von 4-6 Jahren beobachtet. |
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