Feinde der Schermaus

Von allen Feinden ist das Hermelin (Mustela erminea) besonders effektiv. Auf der Insel Terschelling (Niederlande) wurde die Schermaus eingeschleppt und trotz intensiver Bekämpfungsmaßnahmen erst nach der Einbürgerung dieser Mustelidenart entscheidend dezimiert und schließlich sogar ausgerottet. Als Hauptfeinde werden außerdem der Iltis (Mustela putorius), der Mink (M. vison) und der Otter (Lutra lutra) genannt. Ferner werden erwähnt das Mauswiesel (M. nivalis), Fuchs (Vulpes vulpes), Dachs (Meles meles) und die Hauskatze. An Gewässern ist eine Verdrängung durch Wanderratten (R. norvegicus) und Bisam (Ondatra zibethica) möglich.

Greifvögel und Eulen erbeuten die Schermaus wegen ihrer unterirdischen Lebensweise relativ selten, mit Ausnahme im nördlichen Verbreitungsgebiet und in Feuchtbiotopen, wo sie häufiger an die Oberfläche kommt. Ein relativ hoher Anteil von 14,8 % an allen erbeuteten Säugetieren wurde in einigen mitteleuropäischen Gebieten in den Gewöllresten der Rohrweihe gefunden. Der Schermaus-Anteil in den Gewöllresten der Eulen liegt meist unter 5 %, mit Ausnahme beim Uhu in den Karpaten und in Finnland, wo 11-40 % der Säugetierüberreste von A. terrestris stammten. Auf der Insel Amrum besteht die Nahrung der Waldohreule (Asio otus) manchmal bis zu 70 % aus Schermäusen, die hier häufiger an die Oberfläche kommen. Auch der Waldkauz (Strix aluco) erbeutet die Schermaus relativ häufig. Störche, Graureiher, Hechte und Forellen kommen als gelegentliche Vertilger in Betracht.


Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 26.01.03