Ord. Pholidota - Schuppentiere

mit der einzigen Familie

Manidae - Schuppentiere

[ Mammalia ]


Der deutsche Name Schuppentier bezieht sich auf die Körperbedeckung der Tiere. Auf Grund einer Reihe von Merkmalen werden die Schuppentiere in eine eigene Ordnung eingeordnet. Schuppentiere werden auch 'Tannenzapfentiere' oder 'lebende Fichtenzapfen' genannt. Dies bezieht sich auf die Fähigkeit, sich bei Gefahr einzurollen, ermöglicht durch ein kräftiges Hautmuskelband.

Merkmale

Marder- bis dachsgroße Tiere (Körperlänge: 75-150 cm). Kopf klein, Ohrmuscheln zurückgebildet.

Körper dachziegelartig mit Schuppen bedeckt (außer der Unterseite des Halses, des Bauches und den Innenseiten der Beine). Bei diesen Schuppen handelt es sich um zweiseitig-symmetrische, vom Rücken zum Bauch abgeflachte und nach hinten gerichtete Erhebungen der Lederhaut, die von der Oberhaut überzogen sind. Sie werden ständig nachgebildet. Anzahl, Form, Anordnung und Größe unterscheidet sich bei den einzelnen Arten.

Mund zahnlos, mit langer, dünner und klebriger Zunge. Vorderfüße mit Grabklauen. Der Magen ist mit einem Pflasterepithel ausgestattet.

Verbreitung

Afrikanische und asiatische Steppen und Wälder. Sie vertreten in der Neuen Welt die Gürteltiere, mit denen sie nicht näher verwandt sind. Eine Reihe von Arten sind reine Baumbewohner, andere Arten halten sich sowohl auf Bäumen, als auch am Boden auf.

Biologie

Dämmerungs- oder nachtaktive Tiere.

Ernährung: Spezialisierte Ameisen- und Termitenfresser.

Fortpflanzung: Afrikanische Arten gebären ein Junges, asiatische Arten 1-3 Junge.


Systematik

Eine Gattung (Manis) mit sieben Arten, die zum Teil in mehrere Untergattungen aufgespalten wird.

Beispiele

Weißbauchschuppentier - Manis tricuspis

Langschwanzschuppentier - Manis tetradactyla

Riesenschuppentier - Manis gigantea

Steppenschuppentier - Manis temmincki

Vorderindisches Schuppentier - Manis crassicaudata

Chinesisches Schuppentier - Manis pentadactyla

Malaiisches Schuppentier - Manis javanica



Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 21.07.02