- Für seine unterirdische
Tätigkeit legt der Maulwurf ein ausgedehntes Gangsystem
meist mit mehreren Nest- und Vorratskammern an. Die Alttiere
leben fast ausschließlich unterirdisch und graben ihre
Gänge bis in eine Tiefe von 2 m. Junge Maulwürfe
bewegen sich häufiger an der Oberfläche und legen
zunächst flach liegende Gänge in geringer Bodentiefe
von l0 - 30 cm an. Im Gegensatz zu den hochovalen Gängen
der Schermaus (Arvicola
terrestris L.)
sind die Röhren des Maulwurfs meist
queroval oder rundlich. Der Maulwurf gräbt fast
ausschließlich mit seinen spezialisierten, seitlich
abstehenden Grabhänden. Die Schermaus
benutzt dagegen zu diesem Zweck häufig ihre meißelartigen
Nagezähne und alle vier Pfoten. Die Länge der Gänge
beträgt beim Maulwurf oft mehr als 100 m, bei der Schermaus
erreichen sie selten 50 m.
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Beim Graben dreht sich der Maulwurf
gelegentlich um die Körperlängsachse. Die losgekratzte
Erde wird z.T. an den Wänden mit den Grabhänden und
dem Körper festgepreßt und geglättet, z.T. auch
an die Erdoberfläche hinausgeschoben. Dabei legt der
Maulwurf, wie GOODFREY & CROWCROFT (1960) hinter
Glasscheiben beobachtet haben, eine Grabhand vor den Kopf,
benutzt sind sie also wie ein »Räumschild eines
Bulldozers« und schiebt so das gelockerte Erdreich vor
sich her, indem er sich mit den drei anderen Beinen in seinen
Gängen abstemmt. Die etwa 10 bis 20 cm lange Erdsäule
drückt er i. d. R. mit 3-4 Stößen senkrecht nach
oben an die Erdoberfläche. Die frisch aufgeworfenen
Maulwurfshaufen sind demnach spitzkegelig und liegen direkt über
dem Gangende im Gegensatz zu den verwühlten, flachen und
meist kleineren Haufen der Schermaus, die seitlich neben der
Ausmündung des Ganges an der Erdoberfläche liegen.
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Im Winter ist die Grabtätigkeit
des Maulwurfs am größten. An einem Tag gräbt er
dann bis zu 10 m neue Gänge und wirft im Durchschnitt fast
täglich einen Haufen auf .
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