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Lynx lynx (Linné, 1758) Luchs |
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Verbreitung |
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Gemäßigtes und nördliches Eurasien und nördliches Nordamerika. Im Südteil Nordamerikas vertreten durch den etwas kleineren, nah verwandten Rotluchs F. rufus. In Asien bis zum Himalaja und bis Vorderasien im Süden und bis zur Taigagrenze im Norden. |
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In Europa ehemals weit verbreitet, heute nur mehr in kleineren, isolierten Beständen auf der Iberischen Halbinsel, in den Balkan- und Karpatenländern, in Skandinavien und Osteuropa. Vorkommen auf Sardinien fraglich. In jüngster Zeit wieder ausgesetzt in kleinen Gebieten des Bayrischen Waldes und in der Schweiz. Der hier als Unterart behandelte, auf der Pyrenäenhalbinsel vorkommende Pardelluchs wird zuweilen als eigenständige Art angesehen. |
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Lebensraum |
Nicht allzu geschlossene Waldgebiete aller Art; deckungsreiche, felsige Ödländer; Flachland bis Hochgebirge. |
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Merkmale |
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Größer als Haus- und Wildkatzen (Körperlänge 100-110 cm, Schulterhöhe bis 75 cm, Schwanz bis 20 cm); hinten stark überbaut; relativ lange Beine; kurzer Stummelschwanz mit schwarzem Ende; Ohren mit Haarpinseln. Färbung rotbraun bis weißgrau mit oder ohne dunkle bis schwarze Fleckung, bauchseits heller und kaum gefleckt. |
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Färbung und Fleckung sind bei südlichen Formen, wie z. B. dem Pardelluchs der Iberischen Halbinsel, F. lynx pardina, kontrastreicher ausgeprägt als bei nördlichen Formen. In manchen Gegenden, z.B. den Karpaten, sowohl stark gefleckte als auch nahezu ungefleckte Individuen |
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Biologie |
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Lebensweise: Vorwiegend dämmerungs-, aber auch tag- und nachtaktiv; Einzelgänger, selten paarweise, Mutterfamilie; territorial. Das bis zu 300 km² große Territorium eines 6 ist wesentlich größer als das eines 2. Ein 6-Territorium überlappt wahrscheinlich meist mit mehreren 2-Territorien. Die Territorien sind von häufig benutzten Wechseln durchzogen. Das Lager, in dem auch die Jungluchse die ersten Wochen verbringen, befindet sich in einer Höhle oder Felsspalte; daneben weitere Lager und Ruheplätze. Ausgezeichnetes Bewegungssehen, sehr gutes Hörvermögen. |
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Nahrung: Säugetiere bis zu Reh-, selten bis zu Hirschgröße; Vögel, Fallwild, selten Aas. Tötung durch Genickbiß. |
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Fortpflanzung: Paarungszeit im Frühjahr, im Süden früher, im Norden später; Tragzeit 9-11 Wochen; Wurfgröße meist 2-3; Augenöffnen etwa Ende der zweiten Lebenswoche; Säugezeit ca. 2 Monate. Aufnahme fester Nahrung und Nestverlassen im zweiten Lebensmonat. In den ersten Wochen beteiligt sich zuweilen das 6 an der Aufzucht der Jungen. Die Jungluchse bleiben zumeist bis zum Ende des ersten Lebensjahres bei der Mutter und werden im Alter von ca. 2 Jahren geschlechtsreif. |
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Alter: Lebenserwartung bis zu 18 Jahre. |
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