U.-Kl. Holocephali = Chimaera

Seekatzen

[ Chondrichthyes ]


Die Vertreter dieser Unterklasse besitzen zwar ebenfalls ein Knorpelskelett, unterscheiden sich aber in vielen Merkmalen von Haien und Rochen, und scheinen so nicht mit diesen näher verwandt zu ein.


Merkmale

Seekatzen sind nur mit einem Paar Kiemenspalten ausgestattet, im Oberkiefer finden sich zwei, im Unterkiefer nur ein Paar Zahnplatten. Diese wachsen ständig nach, können aber nicht ersetzt werden. Der Oberkiefer ist fest mit der Hirnkapsel verbunden. Die Chorda besitzt keine Wirbelkörper, ist also noch als durchgehender Achsenstab erhalten. Der Körper ist walzenförmig und seitlich leicht abgeflacht. Seekatzen besitzen 2 Rückenflossen. Die 1. Rückenflosse ist kurz und hoch. Sie trägt einen giftigen Stachel. Die 2. Rückenflosse ist als langer langgestreckter Saum ausgebildet. Placoidschuppen finden sich bei den rezenten Formen nur auf Kopf und Rücken. Der Kopf ist auffallend groß und zum Teil schnauzenartig verlängert.


Systematik

Etwa 17 Arten finde sich in der einzigen rezente Ordnung der Seedrachen (Chimaeriformes) vereinigt.
  • Die Seeratte oder Spöke (Chimaera monstrosa) ist in europäischen Gewässern (nördl. Atlantik, Mittelmeer) anzutreffen. Dieser bis zu 1.5 m lange Bodenbewohner tritt vorwiegend auf dem Festlandschelf in bis zu 200 m Tiefe auf und ernährt sich von Molluscen, Echinodermen und Grundfischen. Die Leber, die bis zu 1/3 des Gesamtgewichtes ausmachen kann, wird zur Ölgewinnung wirtschaftlich genutzt. Der giftige Stachel auf der 1. Rückenflosse kann gefährliche Verletzungen verursachen.

Die ausgestorbene Ordnung der Bradyodonti waren wahrscheinlich die Vorfahren der Seedrachen und kamen vom Oberdevon bis Perm vor.


Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 31.07.02