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Fortpflanzung der Vögel (II) |
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Eitypen und Entwicklung |
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Höhlenbrüter legen meist weiße Eier mit Ausnahme von Greifvögeln, Tauben und Kolibris. Die gefärbten Eier der Freibrüter sind meistens an ihre Umgebung angepaßt und gut getarnt. Kuckuckseier sind in überraschender Weise den Eiern ihrer Wirtseltern angepaßt. Die Zahl der Eier ist je nach Art verschieden. Ganz allgemein gilt der Grundsatz: Je größer die Verluste und je kürzer die durchschnittliche Lebenserwartung einer Vogelart, desto größer ist das Gelege und die Bereitschaft mehrere Bruten in einer Fortpflanzungsperiode aufzuziehen. Größere Vögel legen und brüten häufig nur einmal im Jahr, die kleineren Singvögel zwei- bis dreimal. Die Vögel der Tropen legen im allgemeinen weniger Eier als die Brutvögel in den kälteren Breiten. Nur je 1 Ei legen einige Sturmvögel, auch der Albatros, Alken, die größeren Pinguine, einige Seeschwalben, die größeren Geier und manche Taggreifvögel, wie z.B. Schlangenadler. Diese Vögel haben kaum Feinde. Zwei Eier im Gelege haben Seetaucher, Kraniche, Tauben, Nachtschwalben, die Vierzahl ist bezeichnend für Regenpfeifer und Schnepfen, die größte Gelegezahl findet sich bei den Hühnervögeln: Wachteln 10-16, Fasan, Rebhuhn 15-20. Diese Bodenbrüter erleiden große Verluste vor allem durch Nesträuber. Sie versuchen dies durch eine hohe Eizahl auszugleichen. Außerdem zeigen sie eine große Bereitschaft, Nachbruten und Ersatzgelege anzulegen. Die zur Entwicklung der Eier benötigte Brutwärme beträgt 38-40o C. Je nach Größe des Vogels beträgt die Brutzeit kürzere oder längere Zeit, beim Kolibri 10, bei den kleineren Singvögeln 11-14 und beim Strauß 50 Tage. Vögel mittlerer Größe wie Hühner und mittelgroße Greifvögel brüten etwa drei Wochen, die kleineren Singvögel etwa 2 Wochen. |
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Kalendereffekt |
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Nestbauaktivität und Gelegegröße nehmen im Verlauf des Jahres ab, wahrscheinlich infolge der nachlassenden Produktion an Geschlechtshormonen. |
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Nestflüchter & Nesthocker |
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Die Nestlinge der Bodenbrüter, die durch Feinde sehr gefährdet sind, schlüpfen vollentwickelt aus dem Ei und verlassen das Nest sofort. Die Nachkommen der Höhlenbrüter sind vor Feinden besser geschützt. Sie schlüpfen nackt und blind. Demzufolge benötigen sie eine intensive Brutpflege. |
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Minimale Gelegegrößen |
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Untersuchungen von ZANG über Höhlenbrüter im Harz. Abnahme der Siedlungsdichte (Zahl der Brutpaare pro ha) mit zunehmender Höhe. Als 'Halbwertshöhe' wurden bei der Blaumeise 101m, Kohlmeise 200m, Sumpfmeise 270m, Tannenmeise 178m ermittelt. Mit der Halbwertshöhe nahm die Siedlungsdichte der betreffenden Vogelart um 50% ab. Außerdem wurde eine vertikale Verzögerung des Schlüpftermins beobachtet: Sie geht etwa den phänologischen Terminen parallel. (ZANG, H., 1980: Der Einfluß der Höhenlage auf Siedlungsdichte und Brutbiologie höhlenbrütender Singvögel im Harz. J. Orn. 121, S. 371 - 386.) Die Überlebensrate der Meisenarten beträgt pro Jahr etwa 16%. Ein Paar muß also mindestens 6 Junge erfolgreich aufziehen. Daraus ergeben sich Grenzen für die Höhenverbreitung einer stabilen Population: |
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Brutpaare pro ha Halbwertsh. m |
Verzögerung d. Schlupftermins Tage/100m |
Gelegegröße, Abnahme der Eizahl/100m |
Bruterfolg, Abnahme d. Jung./100m |
Vertikale Verbreitungsgrenze |
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Blaumeise |
101 |
5,24 |
-0,51 |
-0,57 |
500 m |
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Kohlmeise |
200 |
2,19 |
-0,11 |
-0,14 |
700 m |
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Sumpfmeise |
270 |
1,97 |
-0.52 |
-0,37 |
950 m |
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Tannenmeise |
178 |
1,68 |
+0.03 |
-0,23 |
1000 m |
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Trauerschnäpper |
- |
1,72 |
- |
-0,22 |
1000 m |
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