Die Federentwicklung

[ Federn ]

  • Federn werden aus Keratin (Horn) gebildet, einem wasserunlöslichem, enzymresistenten Proteinkomplex.
  • Eine Feder entsteht aus einem teilweise in die Haut eingesenkten Follikel, dem Federbalg.
  • An der Basis dieses Follikels sitzen teilungsaktive Federkeimzellen. Diese teilen sich sehr schnell und bilden eine Hornröhre, die von einer dünnen Federscheide umgeben ist und bald aus dem Balg hervortritt. In der Hornröhre befindet sich die Pulpa, die Nerven und Blutgefäße enthält. Bei weiteren Teilungen der Röhrenzellen entstehen Leisten, die von den äußeren Enden her in Keratin umgewandelt werden. Im typischen Fall laufen diese Leisten zu einem Strang zusammen und bilden den Federschaft (Rachis). Die Federscheide springt an der Spitze auf und entläßt das neue Federbüschel.
  • Im Laufe der Zeit bildet sich die Pulpa zurück. Am Grunde des Federschaftes entsteht durch Verhornung die hohle Federspindel (Calamus). Am Spulenende (dem unteren Nabel) bildet sich schließlich eine Abschlußkappe.
  • Die fertige Feder erscheint zunächst als Röhre, die bis auf einen unteren kleineren Teil aufgeschlitzt wird. Am Übergang vom Rachis zur Spindel befindet sich eine kleine Grube der obere Nabel.

Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 18.07.01