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Abstammung der Vögel |
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Vögel stammen nicht von den längst ausgestorbenen Flugsauriern (Pterosaurier) ab, sondern von einem zweiten flugfähigen Dinosauriertyp, bei welchem anstelle der wahrscheinlich beschuppten Flughaut befiederte Flügel ausgebildet wurden. Die Verwandtschaft zur Klasse der Reptilien wird besonders deutlich an den ältesten vogelähnlichen Fossilien, die man bisher gefunden hat. Sie stammen aus der Kreidezeit. Besondere Bedeutung haben fossile Funde des Urvogels (Archaeopterix lithographica). Das vogelähnliche Tier mit einem gut entwickelten Federkleid war etwa krähengroß. Es läßt Merkmale der Reptilien deutlich erkennen. Die Rippen sind dünn und noch nicht von einem kräftigen Brustbein zusammengefaßt. Moderne fluggewandte Vögel haben auf dem Brustbein einen Knochenkamm (Carina) ausgebildet, an dem die Flugmuskel ansetzen. Eine solche Carina ist beim Urvogel noch nicht vorhanden. Somit fehlte dem Urvogel eine gut entwickelte Flugmuskulatur, da dafür keine Ansatzpunkte im Skelett vorhanden sind. Er war sicher kein guter Flieger, sondern wahrscheinlich nur zum Gleitflug von Bäumen herab befähigt. An den Flügeln sind die Fingerglieder und die Krallen gut ausgebildet. Damit konnte der Urvogel an Bäumen hochklettern. Der Schwanz ist noch reptilienähnlich mit zahlreichen langgestreckten Wirbeln. Im Kiefer sind außerdem noch Zähne vorhanden. |
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Etwas weiter entwickelte, jüngere Vogelformen wurden in Kreidesedimenten von Kansas in Nordamerika gefunden. Diese Zahnvögel (Odontornithes) haben ebenfalls noch echte Zähne im Ober- und Unterkiefer. Bei den heute lebenden (= rezenten) Vögeln (Rhynchonites) sind derartige dentinhaltige Zähne im Zuge der Gewichtseinsparung nicht mehr vorhanden, sondern durch leichtere Hornscheiden ersetzt, die den typischen Vogelschnabel bilden. Bei den tauben- bis pelikangroßen Zahnvögeln ist zwar ein Brustbein ausgebildet, aber noch kein Brustkamm als Ansatz für eine kräftige Flugmuskulatur. Der Schultergürtel ist nur schwach entwickelt. Die Beckenregion ist bereits versteift. Ein Zahnvogel (Hespornis regalis) aus der unteren Kreide. Ober- und Unterkiefer tragen noch dentinhaltige Zähne. Die Zahnfächer (Alveolen) in den Kieferleisten sind deutlich zu erkennen. |
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Archaeopteryx |
Er lebte vor etwa 140 Mill. Jahren. Weltweit existieren nur sieben Skelette, die in Süddeutschland gefunden wurden. Das Federkleid dieses Gleitfliegers zeigt die Homoiothermie der Vögel an. Der Urvogel weist sowohl Merkmale der Reptilien als auch der Vögel auf: |
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mit Reptilien |
mit Vögeln |
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