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Sexualdimorphismus bei Vögeln |
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Man spricht von Sexualdimorphismus, wenn sich Männchen und Weibchen einer Art im Aussehen unterscheiden. |
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Im Falle der Vögel sind dies Unterschiede in Gefiederfärbung oder Größe: |
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Ein gutes Beispiel sind Amseln. Während die Männchen überwiegend schwarz gefärbt sind, besitzen die Weibchen ein braunes Fiederkleid. |
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Auch bei Enten sind diese Unterschiede zu beobachten. Tragen die Männchen ein auffälliges Balzkleid, so sind die Weibchen eher unscheinbar braun gefärbt. Diese kryptische Färbung der Weibchen scheint bei der Brut von großem Vorteil zu sein, da sie weniger leicht von Feinden entdeckt werden können. Enten-Männchen sind als Jungtiere meist ähnlich den Weibchen unscheinbar gefärbt. Sie erlangen ihr auffälliges Gefieder erst im Laufe von mehreren Jahren. Offenbar haben unerfahrene junge Männchen dadurch eine größere Überlebenschance. |
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Größenunterschiede bei Greifvögeln |
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Größenunterschiede zwischen den Geschlechtern einer Vogelart sind beileibe nicht selten, im Allgemeinen sind aber Männchen größer als die Weibchen. Bei den Greifvögeln finden wir allerdings zahlreiche Vertreter, bei denen die Verhältnisse umgekehrt sind, die Männchen sind kleiner oder deutlich kleiner als die Weibchen! Das Extrem finden wir zum Beispiel beim Habicht, wo das Männchen nur 1/3 der Körpergröße des Weibchens erreicht. Es gibt hierfür verschiedene Erklärungsmöglichkeiten: |
Eine anderer Grund mag in der Aufteilung der Ressourcen liegen: Weibchen jagen größere, Männchen kleinere Beute. Das Weibchen ist in der Saison überwiegend damit beschäftigt, am Horst die Jungen aufzuziehen. Hierzu legt es ein Depot von Fett und Protein an. Während der Brutzeit begibt es sich nicht auf die Jagd, sondern zehrt von den Reserven. Lediglich das Männchen begibt sich auf die Jagd und versorgt Junge (und das Weibchen) mit Nahrung. Für ihren Jagderfolg benötigen sie außerdem einen starken Jagdinstinkt. Man hat verschiedentlich beobachtet, das der Paarungsinstinkt schlagartig in den Jagdinstinkt überwechseln kann, dem das Männchen dann zum Opfer fällt. Aus diesen Gründen fliegt das Männchen auch nicht einfach mit der Beute zum Nest, sondern nähert sich diesem sehr vorsichtig und wartet in der Nähe. Häufig stürzt sich das Weibchen auf das Männchen, daß dann klugerweise die Beute fallen läßt und sich fluchtartig zurückzieht. Habichte legen relativ große Eier (ähnlich wie Schnepfen). Der Vorteil der Eigröße liegt in den weiterentwickelten Jungen, die zudem noch hungerfähiger sind. Das ist besonders bei den Arten wichtig, die sich überwiegend von anderen Vögeln ernähren. Nur wenige Tage schlechten Wetters bringen den Jagderfolg ganz zum erliegen und gefährden den Erfolg der Aufzucht. Diese Beobachtungen könnten die unterschiedliche Geschlechtsgröße der Geschlechter bei einigen Greifvogel-Arten erklären. |
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