Bruterfolg beim Schwarzspecht


Der Bruterfolg des Schwarzspechtes ist von zahlreichen Faktoren abhängig. Bei einer Untersuchung an 238 Bruten aus den Jahren 1974 bis 1993 im Ilm-Kreis bei Thüringen ergaben sich folgende Werte:

Als Brutbäume wurden deutlich Rotbuchen (68%) vor Kiefer (19%) und Fichte (13%) bevorzugt, obwohl der Buchenanteil in der Bestockung nur bei 8% lag. Dabei unterschied sich der Anteil neuerbauter Höhlen in Abhängigkeit von der Baumart: Buche (25%), Kiefer (20%), Fichte (73%).

Von 194 Bruten verliefen 91% erfolgreich und 9% erfolglos. Ursachen für die erfolglosen Bruten waren Verlassen der Gelege und Unterkühlung der Nestlinge aufgrund ungünstiger Witterungslagen, Wassereinlauf in die Höhle und Prädation.

Die durchschnittliche Reproduktionsrate von 157 begonnen Bruten betrug 2.7 Junge, bei 140 erfolgreichen Bruten 3.04 Junge. Der Bruterfolg hängt dabei von der Meereshöhe ab.

Literatur

Lange, U. (1996): Brutphänologie, Bruterfolg und Geschlechtsverhältnis der Nestlinge beim Schwarzspecht Dryocopus martius im Ilm-Kreis (Thüringen). Vogelwelt 117: 147-156.


[ Bevorzugung von Buchen für den Höhlenbau ]


Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 13.07.02