Ord. Passeriformes

Sperlingsvögel

[ Aves ]

© Eva Hejda


Die Sperlings- bzw. Singvögel sind eine der 7 Ordnungen, die zur Gruppe der Landvögel gerechnet werden. Dabei handelt es sich um die weitaus größte Ordnung innerhalb der Aves, denn sie vereinigt mehr als 50% aller Vogelarten. Das Verhältnis Passeriformes : Non-passeriformes beträgt etwa 1,4 : 1. Die Singvögel haben Verbreitungsschwerpunkt in den gemäßigten Zonen.


Merkmale

Sperlingsvögel haben eine Reihe von charakteristischen Merkmalen, die sie gegen die anderen Ordnungen abgrenzen:

  1. 3 Zehen werde nach vorne und 1 Zehe nach hinten ausgestreckt. Letztere ist von großer Bedeutung für das Sitzen. Durch das Körpergewicht sperrt die Hinterzehe, so daß sich die Tiere auch auf dünnen Ästen gut festhalten können.
  2. Die Kralle der Hinterzehe ist am größten.
  3. Die Hornbekleidung des Laufes ist hinten ohne oder nur mit einfach queren Nähten ausgestattet.
  4. Der Schnabel ist von der Wurzel an gleichmäßig hart, vorn nicht verdickt, sondern spitz zulaufend.
  5. Der Oberschnabel ist nicht stark hakenförmig nach unten gebogen. Ausnahmen stellen lediglich Vertreter der Würger und teilweise die Rabenvögel dar.
  6. Die Syrinx ist gut ausgebildet (2. Stimmapparat).
  7. Jungvögel sperren (Sperlingsvögel!) mit leuchtend roten Rachen bzw. artspezifischer Rachenzeichnung.

Biologie

Die Männchen sexuell dichromatischer Arten entwickeln ihr Adultgefieder häufig erst im 2. Frühjahr. Während ihrer ersten Brutperiode sind sie den adulten Weibchen ähnlich (Hemmungskleid), z.B. Star, Trauerschnäpper, Haussperling, Hausrotschwanz. Junge Männchen ahmen die Weibchen auch mimetisch nach und erhalten dadurch die Chance ein Brutrevier zu erwerben. Monogame, polygame und einehige Arten.
Monochromatische Arten sind meistens monogam, dichromatische dagegen polygam oder ohne dauernde Bindung an einen Geschlechtspartner.
Die Zahl der Eier hängt weitgehend vom Bruterfolg und von der Lebenserwartung ab. In den Tropen legen die meisten Vögel nur 1 oder 2 Eier. In Mitteleuropa im Durchschnitt 5 Eier (Kline). Im Wald nistende Arten legen durchschnittlich etwas weniger Eier als solche der offenen Landschaft. Höhlenbrüter ziehen im Mittel mehr Junge auf, die langsamer heranwachsen als die Freibrüter (Ursachen: unterschiedliche Gefährdung bzw. Mortalität).

Systematik

Die Sing- oder Sperlingsvögel werden in 28 Familien zusammengefaßt:


Wasseramseln - Cinclidae

Zaunkönige - Troglodytidae

Seidenschwänze - Bombycillidae

Wasseramseln - Cinclidae

Zaunkönige - Troglodytidae



Drosselvögel - Turdidae

Spottdrosseln - Mimidae

Braunellen - Prunellidae

Drosselvögel - Turdidae

Grasmücken, Sänger & Verwandte - Sylviidae

Fliegenschnäpper - Muscicapidae


Grasmücken, Sänger & Verwandte - Sylviidae

Fliegenschnäpper - Muscicapidae

Timalien - Timalidae


Meisen - Paridae

Kleiber, Spechtmeisen - Sittidae

Schwanzmeisen - Aegithalidae

Meisen - Paridae

Kleiber, Spechtmeisen - Sittidae




Mauerläufer - Trichodromadidae

Baumläufer - Certhiidae

Beutelmeisen - Remizidae

Pirole - Oriolidae

Würger - Laniidae

Rabenvögel - Corvidae

Pirole - Oriolidae

Würger - Laniidae

Rabenvögel - Corvidae

Link zum Vollbild (65 K).

Sperlinge - Passeridae


Stare - Sturnidae

Sperlinge - Passeridae

Vireos - Vireonidae

Finken - Fringillidae


Ammern - Emberizidae

Finken - Fringillidae

Waldsänger - Parulidae

Ammern - Emberizidae


Lerchen - Alaudidae

Stärlinge - Icteridae

Lerchen - Alaudidae

Schwalben - Hirundinidae


Stelzen & Pieper - Motacillidae



Stelzen & Pieper - Motacillidae



Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 13.01.03