Schwarzdrossel, Amsel - Turdus merula

Fam. Turdidae

Drosselvögel

[ Aves , Passeriformes ]

aus : Naumann



In der Familie der Turdidae werden ca. 300 Arten in 45 Gattungen vereinigt. Die Drosselvögel sind weltweit verbreitet, besonders artenreich aber in Eurasien. Zu den Drosselvögeln gehören nicht nur die Amseln, an die man im Allgemeinen sofort denkt, sondern auch kleinere Arten wie Rotkehlchen, Rotschwänze oder die Nachtigall!


Merkmale

Drosselvögel sind kleine bis mittelgroße Arten. Ihr Schnabel ist unterschiedlich schlank, die Oberschnabelspitze ist mit einem kleinem Haken ausgestattet, am Schnabelgrund findet man Fiederborsten. Die Augen der Tiere sind relativ groß.
Ein nicht so offensichtliches aber wichtiges Merkmal sind die Hornschilder, die auf der Vorderseite der Beine verwachsen sind.
Borstenförmige Federn am Schnabelgrund. Augen relativ groß. Geschlechter bei den meisten Arten gleich.

Biologie

Biotop

Drosselvögel sind bodenbewohnend, oft aber auch baumlebend. Sie kommen in einer Vielzahl von Lebensräumen vor: Offene und Dichte Wälder, Savannen, Steppen, Halbwüsten, vom Tiefland bis in die alpine Stufe. Bei uns sind Drosseln mit die häufigsten Vögel in Nadelwäldern. Man schätzt, daß hier von Vögeln, besonders Drosseln, etwa 70% der Biomasse vom Boden aufgenommen wird.

Nahrung

Die Nahrungssuche vorwiegend am Boden, oft aber auch in Bäumen und Büschen. Als Nahrung kommen verschiedenste Wirbellose, aber auch pflanzliche Kost, letztere bei uns besonders im Herbst und im Winter. Manche Drosseln fressen gerne Schnecken, erkennbar im Wald an der Schneckenschmiede, einem größeren, meist gerundeten Stein, an dem die Beute aufgeschlagen wird und der dann mit leeren Schalen umgeben ist.

Suchen Nahrung vorwiegend am Boden: Würmer, Arthropoden, Schnecken. Gehäuseschnecken werden auf einen größeren, meist gerundeten Stein geschleudert und auf diese Weise geöffnet (Drosselschmiede). Im Herbst und Winter werden Früchte z.B. Efeubeeren oder Beeren der Mistel verzehrt. Die Samen dieser Früchte werden meistens unverdaut ausgeschieden und auf diese Weise verbreitet (Zoochorie). Durch die Darmpassage und die Einwirkung der Verdauungssäfte wird in vielen Fällen die Keimhemmung der betreffenden Samen aufgehoben.

Brut

Freibrüter. Meist werden napfförmige Nester in Büschen, Bäumen, am Boden, in Höhlen oder Nischen gebaut.

Gesang

Drosseln sind leicht an ihrem ausgeprägten Gesang erkennbar. Sie gehören mit zu den ersten und letzten Vögeln, die mit ihrem Gesang am Morgen beginnen bzw. in der Nacht enden.


Beispiele

Wacholderdrossel - Turdus pilaris

Misteldrossel - Turdus viscivorus

Singdrossel - Turdus ericetorum

Schwarzdrossel, Amsel - Turdus merula

Wacholderdrossel - Turdus pilaris

Misteldrossel - Turdus viscivorus

Singdrossel - Turdus ericetorum

Schwarzdrossel, Amsel - Turdus merula

Ringdrossel - Turdus torquatus




Ringdrossel - Turdus torquatus




Männchen des Hausrotschwanzes - Phoenicurus ochruros

Rotkehlchen - Erithacus rubecula

Männchen des Gartenrotschwanzes - Phoenicurus phoenicurus

Nachtigall - Luscinia megarhynchos

Hausrotschwanz - Phoenicurus ochruros

Rotkehlchen - Erithacus rubecula

Gartenrotschwanz - Phoenicurus phoenicurus

Nachtigall - Luscinia megarhynchos

Braunkehlchen - Saxicola rubetra




Braunkehlchen - Saxicola rubetra






Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 02.07.02