Haubenlerche - Galerida cristata

Galerida cristata

Haubenlerche - Crested Lark

[ Aves , Passeriformes , Alaudidae ]

aus : Naumann



Merkmale

Haubenlerchen sind leicht an ihrer Federhaube zu erkennen, selbst wenn diese angelegt ist, da sie immer noch über den Hinterkopf herausragt. Die Außenfedern des Schwanzes sind rostfarben. Die Haubenlerche gleicht der Theklalerche, ist aber heller gefärbt.

Verbreitung

Südpaläarktis bis in die afrotropische und orientalische Region. Erst kurz vor 1900 ist die Haubenlerche im Rahmen einer Arealerweiterung ins nördliche Mitteleuropa eingewandert.

Biotop

Die Haubenlerche liebt offene und trockene Areale mit niedriger und nicht völlig geschlossener Vegetationsdecke.

Nahrung

Im Winter pflanzliche Kost, im Sommer mit einem wechselnden Anteil an Kleintieren.

Brut

Bodenbrüter in offener Landschaft. Die Nester werden vom Weibchen im Schutz von Stauden oder in einer Erdscholle angelegt. Sie werden aus totem Pflanzenmaterial gebaut und mit weichem Material ausgepolstert. Meist werden 2 Jahresbruten (April-Juni) mit jeweils 3-5 Eiern pro Gelege ausgeführt. Die Brutzeit liegt zwischen 11-13 Tagen, die Jungen verlassen nach weiteren 9 Tagen das Nest, benötigen dann aber noch eine Woche bis sie voll flügge sind und werden noch bis zum 20. Tag nach dem Schlüpfen gefüttert.

Zug

Standvogel, allerdings ist Kälteflucht beobachtet worden.

Alter

Ältester Ringvogel 6 Jahre, einzelne Tiere in Gefangenschaft 17 Jahre.

Gesang

Haubenlerchen singen von einer Warte aus oder im kreisenden hohen Singflug. Zum Singflug aufsteigen sie stumm auf und singen erst nach einigen Sekunden. Männchen führen regelmäßige, meist um 3 Minuten lange Singflüge über ihrem etwa 4 Hektar großen Revier aus.

Haubenlerchen können andere Pfiffe nachahmen. So hat einmal eine Haubenlerche die Pfiffe eines Schäfers derartig getreu nachgeahmt, das dieser die Befehle augenblicklich ausgeführt hat.


Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 02.07.02