Lyrurus tetrix, Birkhuhn

Lyrurus tetrix

Birkhuhn

[ Aves , Galliformes , Tetraonidae ]

aus : Naumann



Merkmale

Haushuhngroß, Hahn im Gegensatz zum Auerhuhn mit leierförmig gegabeltem Stoß, schwarz mit metallisch blauem Glanz auf Hals, Brust, und Rücken. Weiße Flecken am Flügelbug, helle Flügelbinde und weiße Unterschwanzdeckfedern. Leuchtend rote Drüsenfelder über dem Auge (Rosen). Henne kleiner, graubraun gemustert, Stoß eingebuchtet, nicht gerundet wie bei der Auerhenne. Ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus.

Verbr.

In Eurasien bis zum nördlichen Polarkreis. Im Norden Tieflandbewohner. Im Süden Eiszeitrelikt in den Alpen, und in den Mittelgebirgen. In Bayern häufigstes Vorkommen in der ‘Langen Rhön‘.

Biotop

Bewohner der Kampfwaldzone und der Moore mit aufgelockertem Baumbestand. Bevorzugt offeneres Gelände als das Auerhuhn. Waldweide, Abschwenden und Torfstich haben in der Vergangenheit den Lebensraum für das Birkhuhn verbessert. Kulturfolger, der durch Veränderung des Wirtschaftsweise aus der Landschaft allmählich verdrängt wird.

Nahrung

Knospen, Beeren und Blätter von Zwergsträuchern, Laub- und Nadelbäumen. Küken bevorzugen Insektennahrung (hoher Eiweißbedarf).

Balz

Ab Anfang April bis Ende Mai. Kleinreviere, Flattersprung und Reviergesang ähnlich wie beim Auerhuhn, aber mehr zischende und kullernde Laute. Polygam.

Brut

Hahn beteiligt sich nicht an der Jungenaufzucht. In guten Jahren führen 50% der Hennen bis zu 5 Jungen. Nestflüchter. Bereits am 2. Tag fangen die Küken Insekten, z.B. Ameisen, Spinnen, Schnaken. Ab 7. Tag flugfähig. Mit einem Jahr geschlechtsreif.

ÜW

Standvogel

Sonstiges

Bastarde mit Auerhuhn, Moorschneehuhn und Fasan.


Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 20.11.02