Gallus gallus

Bankivahuhn

[ Aves , Galliformes , Phasianidae ]


Das Bankivahuhn ist die Stammform des Haushuhns.

Merkmale

Leuchtend roter, drüsenreicher, fleischiger Hautkamm auf dem Kopf, nacktes Hautdrüsenfeld um das Auge und Kinnlappen unter dem Schnabel. Ohröffnung von einem weißen nackten Hautdrüsenfeld umgeben. Diese Hautdrüsenfelder, insbesondere jedoch der rote Kamm werden in Abhängigkeit von der Konzentration des Hormons Testosteron ausgebildet. Stoß in der Mitte abgewinkelt, so daß die Fahne der Stoßfedern senkrecht steht. Geschlechtsdimorphismus sehr deutlich ausgeprägt. Henne kryptisch dunkelbraun mit ockerfarbenen Deckfedern am Hals und auf der Unterseite gefärbt. Hahn wesentlich größer, mit bunten Schmuckfedern und schwarz schillernden, langen sichelförmigen Stoßfedern. Zahlreiche Farbrassen des Haushuhns.

Verbr.

Das Bankivahuhn stammt aus Hinterindien und Malaysia und wurde dort bereits sehr frühzeitig in der Jungsteinzeit domestiziert. Ursprünglich hat der Mensch als Sammler die Eier dieser Bodenbrüter vor allem im Frühling gesucht (Ostereiersuche!) und das Bankivahuhn als nützlichen Eilieferant dann mit der Kultivierung von Getreide und anderen Wildpflanzen zunehmend ans Haus gebunden.

Von den nach Westen und Osten wandernden arischen Völkern wurde das Haushuhn über ganz Eurasien und später weltweit verbreitet.

Brut

Bodenbrüter. Wertvoller Lieferant von Eiern, Fleisch und Federn mit naturgemäß großer Legebereitschaft, um die hohen Verluste durch Räuber auszugleichen. Ein Huhn produziert jährlich etwa 200-300 und innerhalb des gesamten Lebens >1000 Eier.

Polygam. Hahn führt mehrere Hennen, beteiligt sich jedoch nicht an der Kükenaufzucht. Verteidigt jedoch todesmutig Hennen und Nachwuchs gegen jeden Angreifer. Sehr territorial und aggressiv (Kampfhahn – Hahnenkampf: ‘Es können nicht zwei Hahnen auf einem Miste sein‘). Dabei werden auch die Sporen an den Läufen eingesetzt, die zu ernsthaften Verletzungen führen können.


Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 20.11.02