Anas platyrhynchos

Stockente, Waldente, Märzente / Mallard

[ Aves , Anseriformes , Anatinae ]

© Stefan Garbe


Stockente im Landeanflug

Die Stockente wird auch Märzente genannt, daß sie bereits zu dieser Zeit brütet. Der Name Waldente bezieht sich auf die Tatsache, daß sie gerne im Wald brütet. Sie ist die Stammform der Hausente mit der sie sich auch paaren kann.


Merkmale

Beide Geschlechter mit dunkelblauem, beiderseits weiß gesäumtem Spiegel und orangeroten Füßen.

Männchen der Stockente - Anas platyrhynchos

Männchen im Prachtkleid: Grünschillernder Kopf, weißer Halsring.

Weibchen der Stockente - Anas platyrhynchosn

Weibchen: orangefarbener Schnabel, weißlicher Schwanz. Stammform der Hausente.


Verbreitung

Zirkumpolar, nach Süden bis Japan, Indien, Mexiko.


Biologie

Anpassungsfähig. Auffälliges Balzverhalten. Ente hetzt ihren Gatten auf jeden fremden Eindringling. Einige Balzbewegungen des Stockerpels nach K. Lorenz (1958). Mit bezeichnender Kopfbewegung schimpft sie nach hinten über die Schultern hinweg. Aufforderung zum Weggehen, Wegschwimmen oder Auffliegen durch ruckweise von unten nach oben gerichtete Schnabelbewegungen. Auch die Jungen verstehen dieses Zeichen und schwimmen dann voraus.
Balz: Paare bilden sich schon im Herbst. Pfeifton, Imponieren der Erpel ausgelöst durch Trethaltung der Weibchen. Ente fordert auf. lntentionsbewegungen des W. für die Paarung: Niederducken, im Kreis umherschwimmen. Ende der Balz mit Beginn der Fortpflanzung im Frühjahr. Ab Ende September wirkliche Begattungsübungen (schon von Gessner 1525 beschrieben). Keimdrüsen sind noch nicht entwickelt. Erpel verfolgt in der Paarungszeit jede fremde Ente. Einer Ente folgen dann häufig zwei Erpel. "Notzüchtigung" bei vielen Enten. In Parks werden Enten manchmal sogar zu Tode gehetzt. Enten sind sehr treu. Der Erpel ist meistens mehr an anderen Enten interessiert, jedoch monogam. Artfremde Enten werden nicht beachtet. Tiere kennen sich schon von weitem. Begrüßungszeremoniell mit Antrinken.
Das Weibchen erkennt ihren Partner am Spiegel, wird dieser abgedeckt, so ist keine Erkennung möglich.

Die Weibchen sind durch ihr braunen Federkleid gut gegen Feinde getarnt. Auch die Jungerpel haben zunächst ein Weibchen-ähnliches Federkleid, daß den unerfahren Jungtieren wohl bessere Überlebenschancen bietet.


Bestimmungsübungen an Vögeln und Säugern

Last modified: 14.01.03