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Fam. Accipitridae Habichtartige [ Aves , Accipitriformes ] |
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Merkmale |
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Geier |
Große, kurzschwänzige Greifvögel, Kopf und Hals bei vielen Arten nackt oder nur mit Dunenfedern, oft mit klobigem Schnabel und starken, aber nicht dolchförmig spitzen Krallen. Vorwiegend Aasfresser. |
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Adler |
Hierzu gehören die größten Greifvögel. Sie sind an ihren charakteristischen großen, breiten Flügel, mit denen sie sich in große Höhen schrauben können, sowie an dem kräftigem Hakenschnabel und den dolchförmig spitzen, stark gekrümmten Krallen zu erkennen. Der Schwanz ist breit, die Läufe sind befiedert (jedoch nicht beim Seeadler). Das Gefieder ist überwiegen braun bis schwarzbraun gefärbt. Im Gegensatz zu Bussarden ist der Hals relativ lang ausgebildet. Juvenile Tiere besitzen meist in ihrem Stoß eine weiße Färbung. Diese Kulturflüchter schlagen ihre Beute überwiegend am Boden und errichten ihre Nester an schwer erreichbaren Stellen auf Felsen oder auf Bäumen. Vorwiegend segelnd. |
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Bussarde |
Sie wirken im Flug wie kleine Adler und werden oft mit Habichten verwechselt. Von den Adlern unterscheiden sie sich jedoch in ihren geringeren Körpergröße, außerdem sind die Flügel kürzer und breiter, Hals und Stoß sind kürzer, die Gestalt gedrungener und oft plump. Sie kreisen sehr häufig. Es sind Segelflieger, die gelegentlich auch rütteln. Sie lieben waldreiche Landschaften. Die Geschlechter sind bei Bussarden etwa gleich groß. Ihr Ruf ist klagend miauend. |
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Weihen |
Weihen sind mittelgroße schlanke und hochbeinige Greifvögel, die offene Feld-, Wiesen-, Moor- und Teichlandschaften bevorzugen. Die langen schmalen Flügel werden im Flug meist V-förmig nach oben gehalten. Mit Ausnahme der Rohrweihe laufen die Flügel spitz zu. Diese und ihr langer Stoß befähigen sie zu ihrem Such- und Segelflug mit langsamen weichen Flügelschlägen. Ihr Gesicht ist mit einem Federschleier ausgestattet, der das Gesicht rund und eulenartig erscheinen läßt. Die Geschlechter sind verschieden gefärbt, mit Ausnahme der Rohrweihe sind die Männchen hellgrau, die Weibchen braun befiedert. Von den 3 Arten, die bei uns vertreten sind, sind 2 extrem gefährdet. Das Gelege wird schon vom ersten Ei an bebrütet, so daß die Jungtiere im Nest unterschiedlich groß sind. Weihen sind Zugvögel, die im Herbst nach Südwesten ziehen. |
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Habichte & Sperber |
Die sehr wendigen Habichte und Sperber unterscheiden sich zwar in der Größe, haben aber vergleichbare Lebensweise. Sie haben früher, völlig ungerechtfertigt, in schlechtem Ruf gestanden. Die Tiere besitzen kurze abgerundete Flügel und einen langen Stoß, der ihnen den schnellen, wendigen Flug ermöglicht. Sie bevorzugen Landschaften mit einem hohen Waldanteil, fangen ihre Beute sowohl am Boden, als auch un der Luft. Die Geschlechter sind deutlich unterschiedlich groß. Bei den Habichten sind die Weibchen bedeutend größer als die Männchen. Das Nest wird auf Bäumen errichtet und sie haben sich auf den Fang kleiner bis mittelgroßer Vögel spezialisiert. |
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Milane |
Milane sind mittelgroße Vögel mit deutlich gewinkelten Flügeln; der Stoß ist deutlich gekerbt oder tief gegabelt (Gabelweihen); er steuert beim Flug. Unsere Milane sind Zugvögel, die im Herbst nach Südwesten und Südosten ziehen. Die beiden heimischen Arten Schwarzer Milan und Roter Milan bewegen sich im Westen auf einer nur etwa 200 km breiten Zugstraße. Sie folgen dabei den in Nord-Südrichtung fließenden Strömen Rhein und Rhone. Die Alpen selbst überqueren sie nicht. Auch der Alpennord- und der Alpensüdrand sind weitgehend frei von Milanen. Abgesehen von einzelnen Durchzüglern fehlen Gabelweihen demzufolge auch in Oberbayern. Im Westen trifft man etwa ab Augsburg auf Brutvorkommen des Schwarzmilan und am Bodensee auf brütende Rotmilane. |
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